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Zauberer Aldo und der verirrte Wanderer

Freundschaft · Mut machenab 5 4 Min.
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In einem kleinen Häuschen am Waldrand wohnte der freundliche Zauberer Aldo. Er war ein gütiger alter Mann, der seine Zauberkraft am liebsten dazu nutzte, anderen zu helfen. In einer dunklen, stürmischen Nacht, als der Wind heulte und der Regen gegen die Fenster prasselte, hörte Aldo ein schwaches Rufen von draußen. „Hilfe! Ist da jemand?“, klang es durch den Sturm.

Aldo öffnete die Tür und spähte hinaus in die dunkle Nacht. Auf dem Weg, durchnässt und zitternd, stand ein verirrter Wanderer. „Ich habe mich im Wald verlaufen“, rief der Wanderer erschöpft. „Es ist so dunkel und stürmisch, und ich finde meinen Weg ins Dorf nicht mehr. Bitte, könnt Ihr mir helfen?“ Aldo zögerte keinen Augenblick. „Aber natürlich, kommt erst einmal herein und wärmt Euch.“

Aldo gab dem Wanderer einen warmen Tee und ließ ihn am Feuer trocknen. „Das Dorf ist nicht weit“, sagte Aldo, „aber bei diesem Sturm und in der Dunkelheit ist der Weg schwer zu finden. Doch keine Sorge – ich werde Euch helfen.“ Der Wanderer schaute ihn dankbar an. „Aber wie wollt Ihr den Weg in dieser Finsternis finden?“, fragte er. Aldo lächelte. „Mit ein wenig Zauberei.“

Aldo hob seine Hand und sprach einen sanften Zauberspruch. Sofort erschien ein warmes, helles Licht, das vor ihnen in der Luft schwebte. „Dieses Zauberlicht“, erklärte Aldo, „findet immer den sichersten Weg, selbst im dichtesten Sturm. Es wird uns sicher zum Dorf führen. Folgt mir einfach.“ Der Wanderer staunte über das freundliche, leuchtende Licht.

Gemeinsam traten sie hinaus in die stürmische Nacht. Das Zauberlicht schwebte voran und erhellte den Weg, und wo der Sturm besonders heftig tobte, leuchtete es besonders hell. Aldo stützte den müden Wanderer und sprach ihm Mut zu. „Wir sind bald da“, sagte er. „Haltet Euch nur dicht an mich und folgt dem Licht.“ Schritt für Schritt führte das Zauberlicht sie sicher durch den dunklen Wald.

Manchmal versperrten umgestürzte Äste den Weg, doch das Zauberlicht zeigte ihnen einen sicheren Pfad drumherum. Manchmal war der Boden glitschig vom Regen, doch Aldo hielt den Wanderer fest. Und obwohl der Sturm um sie herum tobte, fühlte sich der Wanderer in Aldos Begleitung sicher und gut aufgehoben. „Ich weiß gar nicht, wie ich Euch danken soll“, sagte er.

Endlich lichtete sich der Wald, und vor ihnen tauchten die warmen Lichter des Dorfes auf. „Da ist Euer Dorf!“, rief Aldo. Der Wanderer war überglücklich und erleichtert. „Ihr habt mir das Leben gerettet, lieber Zauberer“, sagte er gerührt. „Ohne Euch und Euer Zauberlicht hätte ich diese Nacht im Sturm verbringen müssen. Wie kann ich Euch danken?“

Aldo lächelte bescheiden. „Das mache ich doch gern“, sagte er. „Ich konnte Euch doch nicht allein im Sturm lassen.“ Der Wanderer drückte ihm dankbar die Hand. „Ihr seid ein guter Mensch und ein großer Zauberer“, sagte er. Aldo wurde ganz warm ums Herz, und sein Zauberlicht leuchtete vor Freude besonders hell, bevor es sanft erlosch.

Auf dem Heimweg durch den nun ruhigeren Wald war Aldo rundum zufrieden. „Heute durfte ich jemandem helfen“, dachte er glücklich. Zu Hause angekommen, setzte er sich ans warme Feuer und kuschelte sich in seinen Sessel. Der Sturm legte sich, der Mond kam zwischen den Wolken hervor, und mit einem warmen, gütigen Herzen schlief der freundliche Zauberer Aldo zufrieden ein. Schlaf gut, Aldo. Gute Nacht.