Mach es dir ganz gemütlich, kuschle dich warm ein und schließ deine Augen. Heute begleiten wir ein kleines Wolfsjunge in eine ruhige, mondhelle Nacht in den Bergen. Atme tief ein … und ganz langsam wieder aus. Stell dir vor, es ist Abend geworden, der große, silberne Mond steht über den bewaldeten Bergen, und alles ist still und friedlich.
Das kleine Wolfsjunge Mio liegt vor dem warmen Bau und kann noch nicht einschlafen. Da legt sich sein Opa, ein großer, sanfter Wolf mit dichtem, grauem Fell, neben ihn. „Komm, mein Kleiner“, sagt Opa mit seiner tiefen, ruhigen Stimme. „Schau mit mir zum Mond hinauf, dann erzähle ich dir vom ruhigen Wald, bis du sanft einschläfst.“ Mio kuschelt sich an Opas warmes Fell.
„Schau, wie der Mond leuchtet“, sagt Opa leise. „Sein silbernes Licht legt sich über den ganzen Wald, über jeden Baum und jeden Felsen. Es ist wie eine warme, leuchtende Decke, die über allem liegt und alle behütet, die schlafen.“ Mio schaut zum runden Mond hinauf, und sein weiches Licht macht ihn ganz ruhig. Sein Atem wird langsam und tief.
„Hör nur, wie still der Wald ist“, flüstert Opa. „Die Vögel schlafen in den Bäumen, die Hasen ruhen in ihren Erdlöchern, und der kühle Wind streicht ganz sanft durch die Wipfel.“ Mio lauscht. Tatsächlich – ein leises Rauschen geht durch die Bäume, gleichmäßig und beruhigend, wie ein sanftes Lied. Seine Augenlider werden schwer.
„Tief im Wald“, erzählt Opa weiter, „plätschert ein klarer Bach über glatte Steine, immer weiter, immer gleich. Und auf den hohen Bergen liegt der Schnee und glitzert im Mondlicht. Alles ist ruhig und friedlich. Der ganze Wald macht sich bereit zum Schlafen, genau wie du, mein Kleiner.“ Mio wird immer müder und kuschelt sich tiefer in Opas warmes Fell.
„Spürst du, wie warm und sicher du bist?“, flüstert Opa. „Hier bei mir, im Schutz unseres Rudels, kann dir nichts geschehen. Du musst dich nie fürchten. Der Mond wacht über uns, und ich bin ganz nah bei dir.“ Mio fühlt sich geborgen und sicher, und alle Gedanken des Tages werden ganz leicht und schweben davon, hinauf zum silbernen Mond.
„Atme ein“, sagt Opa ganz leise und langsam, „und ganz langsam wieder aus.“ Mio atmet ein und aus, ein und aus, und mit jedem Atemzug wird sein kleiner Körper schwerer und ruhiger. Der Mond leuchtet sanft, der Wind raschelt leise in den Blättern, und in der Ferne plätschert ganz sacht der Bach.
Irgendwo in den Bergen heult ein Wolf ganz leise und sanft zum Mond – nicht laut, sondern wie ein zartes Schlaflied, das durch die stille Nacht klingt. Es klingt friedlich und schön und wiegt Mio noch tiefer in die Müdigkeit. Alles ist ruhig, alles ist sicher, alles ist gut.
Atme noch einmal tief ein … und ganz langsam aus. Über dir leuchtet der Mond, die Sterne funkeln, und der ganze Wald schläft friedlich. Jetzt darfst auch du ganz loslassen und in deine Träume gleiten, warm und geborgen wie das kleine Wolfsjunge im Schutz seines Opas. „Schlaf gut, mein Kleines“, flüstert Opa. Träum schön vom ruhigen Wald unter dem silbernen Mond. Gute Nacht.
