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Tom und das Teilen im Sandkasten

Freundschaft · Dankbarkeitab 3 3 Min.
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Tom liebte den Sandkasten im Park. Am liebsten baute er große Sandburgen mit seiner roten Schaufel und seinem gelben Eimer. An diesem sonnigen Nachmittag war er ganz allein im Sandkasten und schaufelte fleißig vor sich hin. „Heute baue ich die größte Burg der Welt“, nahm er sich vor.

Da kam ein kleiner Junge an den Sandkasten. „Hallo“, sagte er schüchtern. „Darf ich mitspielen? Ich habe aber keine Schaufel.“ Er schaute sehnsüchtig auf Toms rote Schaufel. Tom drückte sie schnell an sich. „Das ist meine Schaufel“, sagte er. „Die brauche ich selbst.“ Der kleine Junge schaute traurig zu Boden.

Tom schaufelte weiter, doch so richtig Spaß machte es ihm auf einmal nicht mehr. Immer wieder schaute er zu dem anderen Jungen hinüber, der nur mit den Händen ein bisschen im Sand wühlte und ganz allein dasaß. Tom bekam ein komisches Gefühl im Bauch. „Vielleicht“, dachte er, „ist es gar nicht schön, wenn der andere traurig ist.“

Tom überlegte. Er hatte ja eigentlich zwei Sachen: die Schaufel und den Eimer. „Hier“, sagte er schließlich und hielt dem Jungen den gelben Eimer hin. „Du kannst den Eimer haben. Dann bauen wir zusammen.“ Das Gesicht des kleinen Jungen strahlte sofort auf. „Wirklich? Oh, danke!“ Er setzte sich freudig neben Tom.

Und nun bauten die beiden gemeinsam. Tom schaufelte den Sand, der andere Junge – er hieß Max – formte mit dem Eimer runde Türme. Zusammen ging alles viel leichter und machte viel mehr Spaß. Sie lachten, klopften die Türme fest und gruben einen tiefen Burggraben rundherum.

Bald stand dort eine prächtige Sandburg, viel größer und schöner, als Tom sie allein je hätte bauen können. „Wow“, staunte Tom. „Zu zweit ist es ja viel toller!“ Max nickte begeistert. „Und viel lustiger!“ Die beiden Jungen strahlten sich an – aus dem Teilen war eine neue Freundschaft entstanden.

Den ganzen Nachmittag spielten Tom und Max zusammen im Sandkasten, bauten Burgen, gruben Tunnel und kicherten. Tom hatte ganz vergessen, dass er die Schaufel eigentlich für sich behalten wollte. „Teilen ist gar nicht schlimm“, merkte er. „Im Gegenteil – es macht alles schöner.“

Am Abend, müde vom vielen Spielen und mit Sand in den Schuhen, kuschelte sich Tom zufrieden ins Bett. Er dachte an die große Burg und an seinen neuen Freund Max. „Geteilte Freude ist die schönste Freude“, dachte er glücklich und schlief mit einem Lächeln ein. Gute Nacht, kleiner Tom.