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Tilda und der verlorene Teddy

Mut machen · Gefühle (Wut/Angst)ab 5 4 Min.
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Tilda liebte ihren Teddy über alles. Er war schon ein bisschen abgewetzt und hatte ein Ohr, das ein wenig schief saß, aber genau das machte ihn so besonders. Ohne ihren Teddy konnte Tilda gar nicht einschlafen. Jeden Abend kuschelte sie ihn fest an sich, und dann träumte sie wunderbar.

Doch an diesem Abend war etwas anders. Als Tilda ins Bett ging und nach ihrem Teddy griff, war er nicht da. Sie suchte unter der Decke, unter dem Kissen, neben dem Bett – nichts. „Mein Teddy ist weg!“, rief Tilda erschrocken, und ihre Augen füllten sich mit Tränen. „Ohne ihn kann ich nicht schlafen.“

Mama kam ins Zimmer. „Keine Sorge, mein Schatz“, sagte sie ruhig. „Wir suchen ihn gemeinsam. Überleg mal: Wo hast du heute überall mit ihm gespielt?“ Tilda wischte sich die Tränen ab und dachte nach. „Im Wohnzimmer … und im Garten … und in der Küche.“ „Na dann“, sagte Mama, „los geht unser Suchtrupp.“

Tapfer nahm Tilda eine kleine Taschenlampe und machte sich mutig auf die Suche, obwohl es schon dunkel war. Im Wohnzimmer leuchtete sie hinter das Sofa und unter den Tisch. Kein Teddy. In der Küche schaute sie unter den Stuhl und neben den Schrank. Kein Teddy. Tildas Herz wurde schwer.

„Bleib tapfer“, sagte Mama. „Wir haben noch den Garten.“ Gemeinsam gingen sie hinaus in die kühle Abendluft. Tilda leuchtete mit ihrer Taschenlampe über die Wiese, zur Schaukel, zum Sandkasten. Und da – im Schein der Lampe – sah sie etwas Vertrautes unter dem Apfelbaum liegen. „Teddy!“, rief sie überglücklich.

Dort lag ihr Teddy, wo sie ihn am Nachmittag beim Spielen vergessen hatte. Er war ein bisschen feucht vom Abendtau, aber sonst ganz heil. Tilda rannte hin und drückte ihn fest an sich. „Ich hab dich gefunden!“, jubelte sie. „Ich war so mutig und hab dich gesucht, und jetzt bist du wieder da.“

Mama lächelte stolz. „Siehst du, du hast nicht aufgegeben und ganz tapfer weitergesucht. Darauf kannst du stolz sein.“ Tilda strahlte. Sie hatte zwar große Angst gehabt, ihren Teddy für immer zu verlieren, aber sie hatte ruhig überlegt und ihn schließlich gefunden.

Zurück im warmen Bett kuschelte Tilda ihren Teddy fest an sich. Er roch ein bisschen nach frischer Abendluft, und das gefiel ihr sogar. „Ich lasse dich nie wieder draußen liegen“, flüsterte sie ihm zu. Dann gähnte sie herzhaft, schloss die Augen und schlief mit ihrem Teddy im Arm glücklich und zufrieden ein. Gute Nacht, kleine Tilda.