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Paul und Pia besuchen die Planeten

Dankbarkeitab 7 4 Min.
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Paul und Pia waren Geschwister, und ihr größter Traum war es, einmal durch den Weltraum zu reisen. Eines Abends, als sie im Bett lagen und durch das Dachfenster die Sterne betrachteten, geschah etwas Wunderbares: Ein sanftes, silbernes Licht erschien, und eine freundliche kleine Sternenrakete schwebte vor ihrem Fenster. „Steigt ein“, lud eine warme Stimme sie ein. „Ich zeige euch die Planeten.“

Die beiden kletterten staunend in die Rakete, und schon hob sie ab, ganz sanft, hinauf in den dunklen Himmel. Bald schwebten sie zwischen den Sternen. „Unser erster Halt“, sagte die Rakete, „ist der Mars, der rote Planet.“ Vor ihnen erschien eine rostrote Kugel mit hohen Bergen und weiten, staubigen Ebenen. „Er sieht aus wie eine riesige Wüste“, staunte Paul.

„Weiter geht es zum größten Planeten von allen: dem Jupiter“, sagte die Rakete. Ein gewaltiger Planet mit bunten, wirbelnden Streifen tauchte auf. „Schaut, der große rote Fleck“, sagte Pia und zeigte hin. „Das ist ein riesiger Sturm“, erklärte die Rakete, „viel größer als die ganze Erde. Jupiter ist so groß, dass alle anderen Planeten zusammen in ihn hineinpassen würden.“ Die Geschwister staunten.

Als Nächstes kamen sie zum Saturn, und Pia rief begeistert: „Schaut, die Ringe!“ Um den Planeten herum schwebten wunderschöne, breite Ringe aus glitzerndem Eis und Stein. Sie leuchteten in der Sonne wie ein funkelndes Band. „Saturn trägt den schönsten Schmuck im ganzen Sonnensystem“, sagte die Rakete. Paul und Pia konnten sich gar nicht sattsehen an den glitzernden Ringen.

Sie flogen weiter, vorbei am eisblauen Neptun, der so kalt war, dass dort Winde wehten, schneller als alles auf der Erde. Sie sahen die kleine Venus, die in einem hellen Schleier aus Wolken gehüllt war, und den winzigen Merkur, der ganz nah an der heißen Sonne seine Bahn zog. Jeder Planet war anders, jeder auf seine Weise besonders.

„Und jetzt“, sagte die Rakete sanft, „schaut noch einmal zurück.“ Paul und Pia blickten zurück und sahen ihren eigenen Planeten: die Erde, eine leuchtend blaue Kugel mit weißen Wolken und blauen Meeren. „Oh“, flüsterte Pia. „Unsere Erde ist die allerschönste.“ „Das ist sie“, sagte die Rakete. „Sie ist der einzige Planet, auf dem es Wälder, Meere und Tiere gibt. Unser Zuhause. Darauf dürfen wir sehr dankbar sein.“

Die Geschwister schauten lange auf ihre wunderschöne Heimat. „Ich bin so froh, dass wir auf der Erde wohnen“, sagte Paul leise. „Die anderen Planeten sind toll zum Anschauen, aber zu Hause ist es am schönsten.“ Pia nickte verträumt. Langsam wurden ihre Augen schwer, denn die Reise war lang und wunderbar gewesen.

Sanft brachte die Sternenrakete die beiden zurück zur Erde, hinunter durch die Wolken, bis vor ihr Dachfenster. „Danke für die wunderbare Reise“, gähnten Paul und Pia. „Gern geschehen“, sagte die Rakete leise. „Träumt schön von den Planeten.“ Dann schwebte sie davon, zurück zwischen die Sterne.

Paul und Pia kuschelten sich in ihre warmen Betten. Durch das Fenster funkelten die Sterne, und irgendwo dort oben zogen die Planeten ihre ruhigen Bahnen. „Gute Nacht, Pia“, murmelte Paul. „Gute Nacht, Paul“, flüsterte Pia. Und mit dem Kopf voller Sterne und einem dankbaren Herzen für ihre schöne Erde schliefen die beiden Geschwister glücklich ein. Schlaf gut, Paul und Pia. Gute Nacht.