Paul liebte Fußball über alles. Auf dem Bolzplatz mit seinen Freunden war er der Erste am Ball. Doch heute war alles anders: Heute war das große Spiel gegen die Mannschaft aus dem Nachbardorf, und viele Leute schauten zu. Paul stand am Spielfeldrand, und sein Bauch kribbelte vor Aufregung. „Was, wenn ich einen Fehler mache?“, dachte er bang.
„Was, wenn ich den Ball verliere oder ein Tor verschulde?“, sorgte sich Paul. „Dann sind alle enttäuscht von mir.“ Seine Beine fühlten sich ganz schwer an, und am liebsten hätte er gar nicht mitgespielt. Sein Trainer bemerkte Pauls besorgtes Gesicht und kam zu ihm. „Na, Paul? Ein bisschen nervös?“
Paul nickte. „Ich habe Angst, etwas falsch zu machen, Trainer.“ Der Trainer lächelte und legte ihm die Hand auf die Schulter. „Weißt du, Paul, beim Fußball geht es nicht darum, perfekt zu sein. Es geht darum, mitzuspielen, sein Bestes zu geben und ein gutes Team zu sein. Fehler machen alle – das gehört dazu. Hauptsache, du gibst nicht auf.“
Das Spiel begann. Anfangs traute sich Paul kaum, den Ball anzunehmen. Doch dann erinnerte er sich an die Worte des Trainers: „Gib einfach dein Bestes.“ Er holte tief Luft und lief mit. Als ihm der Ball vor die Füße rollte, zögerte er nicht, sondern spielte ihn mutig zu seinem Freund weiter. „Super, Paul!“, riefen seine Mitspieler.
Je länger das Spiel dauerte, desto mutiger wurde Paul. Er rannte, kämpfte um den Ball und passte zu seinen Freunden. Einmal verlor er den Ball an einen Gegenspieler – doch statt zu verzweifeln, lief er einfach hinterher und eroberte ihn zurück. „Weiter, nicht aufgeben!“, feuerte er sich selbst an.
Kurz vor Schluss bekam Paul den Ball direkt vor dem gegnerischen Tor. Sein Herz klopfte wild. Er holte aus und schoss – und der Ball flog ins Netz! Toooor! Seine ganze Mannschaft jubelte und stürmte auf ihn zu. „Paul, du hast das Siegtor geschossen!“ Paul strahlte über das ganze Gesicht, überwältigt vor Freude.
Doch das Schönste war für Paul gar nicht das Tor. Es war das Gefühl, mit seinen Freunden zusammen gekämpft und sich getraut zu haben. „Ich hatte solche Angst vor Fehlern“, sagte er zum Trainer, „aber es hat einfach Spaß gemacht mitzuspielen.“ Der Trainer nickte stolz. „Genau darum geht es, Paul.“
Am Abend, müde und überglücklich, kuschelte sich Paul ins Bett. Er dachte an das tolle Spiel, an seine Freunde und an sein Tor. „Man muss nicht perfekt sein“, dachte er zufrieden, „man muss sich nur trauen und sein Bestes geben.“ Mit einem stolzen Lächeln schlief Paul ein. Gute Nacht, kleiner Paul.
