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Mina lernt Rollschuh fahren

Mut machen · Selbstvertrauenab 5 4 Min.
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Zu ihrem Geburtstag hatte Mina sich nichts sehnlicher gewünscht als Rollschuhe – und nun standen sie da, glänzend und pink, mit bunten Rädern. Mina konnte es kaum erwarten. „Ich werde so schnell fahren wie der Wind!“, jubelte sie und schnallte sich die Rollschuhe an. Doch kaum stand sie auf, rollten ihre Füße in alle Richtungen.

Wupp – schon saß Mina auf dem Boden. „Autsch“, murmelte sie und rappelte sich auf. Doch kaum stand sie wieder, rutschte sie erneut aus und plumpste hin. „Das ist ja viel schwerer, als ich dachte“, seufzte Mina. „Ich falle ja dauernd hin.“ Ihre Knie taten ein bisschen weh, und sie wurde ungeduldig.

„Ich kann das einfach nicht!“, rief Mina frustriert und wäre am liebsten aufgegeben. Da kam ihr Papa und setzte sich neben sie. „Hey, Mina“, sagte er sanft. „Weißt du, niemand kann beim ersten Mal Rollschuh fahren. Auch ich bin als Kind ganz oft hingefallen. Das gehört dazu. Wichtig ist nur, dass du wieder aufstehst und es weiter versuchst.“

„Komm“, sagte Papa, „ich helfe dir am Anfang. Halt dich an meiner Hand fest, und wir fahren ganz langsam.“ Mina griff Papas Hand, und vorsichtig rollten sie ein kleines Stück. „Versuch, die Knie ein bisschen zu beugen und das Gleichgewicht zu halten“, sagte Papa. Mina konzentrierte sich und rollte langsam neben ihm her.

Schritt für Schritt, oder besser Rolle für Rolle, wurde Mina sicherer. Mal wackelte sie noch, mal musste sie sich an Papa festhalten, aber sie blieb dran. „Du machst das toll!“, lobte Papa. Und ohne dass Mina es gleich merkte, ließ er ihre Hand für einen Moment los – und Mina rollte ein kleines Stück ganz allein!

„Mina, schau – du fährst!“, rief Papa. Mina erschrak kurz, doch dann strahlte sie. „Ich fahre! Ich fahre Rollschuh!“ Vor Freude breitete sie die Arme aus und rollte über den Hof. Klar, ab und zu plumpste sie noch hin, doch jedes Mal stand sie lachend wieder auf und probierte es erneut. Mit jeder Runde wurde sie besser.

Den ganzen Nachmittag übte Mina, und am Ende sauste sie schon fröhlich über den ganzen Hof, den Wind in den Haaren. Ihre Knie hatten ein paar Schrammen, aber das war ihr egal – sie war so stolz auf sich. „Ich bin so oft hingefallen“, sagte sie, „aber ich bin immer wieder aufgestanden, und jetzt kann ich es!“

Am Abend, müde und überglücklich, kuschelte sich Mina ins Bett. Ihre pinken Rollschuhe standen stolz neben der Tür. „Wenn man nicht aufgibt“, dachte sie zufrieden, „schafft man auch, was schwer ist.“ Mit einem Lächeln und ein paar Pflastern auf den Knien schlief Mina glücklich ein. Gute Nacht, mutige Mina.