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Lukas und das Schwimmabzeichen

Mut machen · Selbstvertrauenab 7 4 Min.
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Lukas konnte schon schwimmen, doch heute wollte er etwas Großes schaffen: sein Schwimmabzeichen. Dafür musste er eine lange Strecke am Stück schwimmen, ohne stehen zu bleiben. Am Beckenrand schaute Lukas auf das große Schwimmbecken, das ihm plötzlich riesig vorkam. „Das ist so weit“, dachte er. „Schaffe ich das überhaupt?“

Sein Schwimmlehrer, Herr Wendt, stand am Beckenrand. „Bist du bereit, Lukas?“, fragte er. Lukas nickte zaghaft, obwohl sein Bauch ein bisschen kribbelte. „Ich habe Angst, dass ich auf halber Strecke nicht mehr kann“, gab er zu. Herr Wendt lächelte. „Schau nicht auf die ganze lange Strecke. Schwimm einfach eine Bahn nach der anderen. Ich gehe am Rand neben dir mit.“

Lukas holte tief Luft und sprang ins kühle Wasser. Er begann zu schwimmen, Zug um Zug. „Eine Bahn nach der anderen“, sagte er sich. Die erste Bahn schaffte er gut. „Super, Lukas!“, rief Herr Wendt vom Rand. Das machte Lukas Mut, und er schwamm weiter zur zweiten Bahn.

Bei der dritten Bahn wurden Lukas' Arme langsam müde. „Ich kann nicht mehr“, dachte er und wollte fast stehen bleiben. Doch dann hörte er Herrn Wendt: „Du machst das großartig, Lukas! Nicht aufgeben, einfach ruhig weiteratmen.“ Lukas atmete tief durch, fand seinen Rhythmus wieder und schwamm Zug um Zug weiter.

„Immer weiter, eine Bahn nach der anderen“, sagte sich Lukas und konzentrierte sich nur auf den nächsten Schwimmzug, nicht auf die ganze Strecke. Seine Arme zogen durchs Wasser, seine Beine strampelten gleichmäßig. Bahn um Bahn legte er zurück, und mit jeder fühlte er sich ein bisschen stolzer, dass er noch durchhielt.

Und dann – nach der letzten Bahn – berührte Lukas' Hand den Beckenrand. „Geschafft!“, rief Herr Wendt. „Lukas, du hast es geschafft! Dein Schwimmabzeichen!“ Lukas tauchte prustend auf und konnte es kaum glauben. „Ich hab die ganze Strecke geschwommen!“, jubelte er. Er war völlig außer Atem, aber überglücklich.

Herr Wendt half ihm aus dem Wasser und überreichte ihm stolz das aufgenähte Schwimmabzeichen. „Ich hatte solche Angst, dass ich es nicht schaffe“, sagte Lukas strahlend. „Aber ich habe einfach Bahn für Bahn weitergemacht und nicht aufgegeben.“ Herr Wendt nickte. „Genau so macht man das. Darauf kannst du richtig stolz sein.“

Am Abend, müde und überglücklich, kuschelte sich Lukas ins Bett. Sein Schwimmabzeichen lag auf dem Nachttisch. „Wenn ich nicht aufgebe und einen Schritt nach dem anderen mache“, dachte er zufrieden, „schaffe ich auch große Dinge.“ Stolz und glücklich schlief Lukas ein. Gute Nacht, mutiger Lukas.