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Lena übernachtet bei der Freundin

Mut machen · Gefühle (Wut/Angst)ab 5 4 Min.
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Lena war so aufgeregt: Heute durfte sie zum ersten Mal bei ihrer besten Freundin Pia übernachten! Sie packte ihren Schlafanzug, ihre Zahnbürste und ihr Lieblingskuscheltier, den Hasen Hoppel, in einen kleinen Rucksack. „Das wird so toll!“, freute sie sich, als Mama sie zu Pia brachte.

Den ganzen Nachmittag hatten Lena und Pia riesigen Spaß. Sie bauten eine Höhle aus Decken, spielten Verstecken, malten Bilder und aßen Pizza zum Abendessen. Lena lachte so viel, dass ihr fast der Bauch wehtat. „Übernachten ist das Schönste überhaupt!“, dachte sie.

Doch als es dann dunkel wurde und Zeit zum Schlafen war, änderte sich etwas. In dem fremden Zimmer, in dem fremden Bett, bekam Lena auf einmal ein komisches Gefühl im Bauch. Sie vermisste ihr eigenes Zimmer, ihr eigenes Bett – und vor allem Mama und Papa. „Ich möchte nach Hause“, flüsterte sie, und ihre Augen wurden feucht.

Pias Mama bemerkte, dass Lena traurig war, und setzte sich sanft zu ihr aufs Bett. „Hast du ein bisschen Heimweh, Lena?“, fragte sie freundlich. Lena nickte und schniefte. „Ich vermisse meine Mama.“ „Das ist ganz normal“, sagte Pias Mama warm. „Beim ersten Übernachten haben fast alle Kinder ein bisschen Heimweh. Das ist gar nichts Schlimmes.“

„Weißt du was?“, sagte Pias Mama. „Wir rufen kurz deine Mama an, damit du ihr gute Nacht sagen kannst.“ Lena durfte mit Mama telefonieren. „Schlaf gut, mein Schatz“, sagte Mama am Telefon. „Ich bin ganz stolz auf dich, dass du so mutig bist. Morgen früh hole ich dich ab, und du erzählst mir alles.“ Das beruhigte Lena schon sehr.

Lena drückte ihren Hasen Hoppel ganz fest. Pia, die im Bett nebenan lag, sagte: „Ich bin doch da, Lena. Wir können noch ein bisschen flüstern, bis du müde wirst.“ Und so erzählten sich die beiden Freundinnen im Dunkeln noch leise Geschichten und kicherten. Lenas Heimweh wurde langsam kleiner, und sie fühlte sich wieder wohl.

Mit Hoppel im Arm und ihrer Freundin neben sich kuschelte sich Lena ein. Das fremde Zimmer war gar nicht mehr so unheimlich, sondern fühlte sich nun gemütlich an. „Ich habe es geschafft“, dachte sie schläfrig. „Ich war mutig, auch wenn ich Heimweh hatte.“ Bald schliefen die beiden Freundinnen friedlich ein.

Am nächsten Morgen wachte Lena fröhlich auf und war ganz stolz auf sich. Sie hatte ihre erste Übernachtung gemeistert! Als Mama sie abholte, sprudelte sie nur so vor Geschichten. „Es war toll, Mama!“, rief sie. „Und nächstes Mal habe ich bestimmt gar kein Heimweh mehr.“ Gute Nacht – und süße Träume, kleine Lena.