Es war spät am Abend, und im gemütlichen Haus war es ganz still geworden. Der kleine Kater Felix aber war noch wach. Er gähnte herzhaft und streckte sich. „Ich bin müde“, dachte er, „aber ich brauche noch den allergemütlichsten Platz zum Schlafen.“ Und so machte sich Felix auf die Suche nach dem perfekten Schlafplätzchen.
Zuerst sprang Felix auf das Sofa. Es war weich und kuschelig, und er drehte sich ein paar Mal im Kreis. Doch dann war ihm das Sofa zu groß und ein bisschen zu kühl. „Hier ist es nicht ganz richtig“, dachte Felix und kletterte wieder hinunter. „Ich suche weiter.“ Müde tapste er durch das stille Haus.
Als Nächstes probierte Felix das Fensterbrett. Von dort konnte er die Sterne sehen, und das gefiel ihm. Er rollte sich zusammen und schaute hinaus. Doch durch das Fenster zog ein kühles Lüftchen, und bald fröstelte Felix ein wenig. „Zu zugig“, murmelte er und gähnte. „Hier kann ich auch nicht schlafen.“ Also suchte er weiter.
Felix schlich in die Küche. Dort, neben dem warmen Ofen, war es schön mollig. Er legte sich auf den Boden und seufzte wohlig. Doch der Boden war hart, und so gemütlich es auch warm war, weich war es ganz und gar nicht. „Hmm“, dachte Felix. „Warm ist gut, aber ich möchte es auch weich haben.“ Langsam wurde er richtig müde.
Da fiel Felix' Blick auf seinen eigenen kleinen Korb in der Ecke. Er hatte ihn fast vergessen. Darin lag eine weiche, flauschige Decke, die seine Menschen extra für ihn hineingelegt hatten. Felix tapste hinüber und stieg vorsichtig hinein. Sofort spürte er, wie weich die Decke war. Und der Korb stand genau an einem warmen, windstillen Plätzchen.
Felix drehte sich ein paar Mal im Kreis, knetete die weiche Decke mit seinen Pfötchen und ließ sich dann hineinplumpsen. „Oh“, schnurrte er wohlig. „Hier ist es weich. Hier ist es warm. Und hier zieht es nicht.“ Der Korb umschloss ihn von allen Seiten wie eine sanfte Umarmung. Es war genau richtig. „Das ist der allergemütlichste Platz im ganzen Haus“, dachte Felix glücklich.
Er rollte sich ganz fest zusammen, die Nase unter dem flauschigen Schwanz, und schloss die Augen. Sein eigenes leises Schnurren machte ihn ganz ruhig. Schnurr, schnurr, schnurr. Es klang wie ein kleines Schlaflied, das er sich selbst sang. Seine Pfoten wurden schwer, sein Atem ging langsam und tief.
Das ganze Haus war jetzt dunkel und still und friedlich. Draußen funkelten die Sterne, drinnen war es warm und sicher. Felix lag weich gebettet in seinem Körbchen und fühlte sich rundum geborgen. „Den schönsten Platz hatte ich die ganze Zeit“, dachte er schläfrig. „Mein eigenes warmes Körbchen.“
Und während sein leises Schnurren langsam verstummte und er immer tiefer in die weiche Decke sank, schlief der kleine Kater Felix in seinem gemütlichen Körbchen zufrieden ein. Schlaf gut, kleiner Felix. Träum von warmen Sonnenplätzchen und weichen Kissen. Gute Nacht.
