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Wie Hund und Katze Freunde wurden

Freundschaft · Gefühle (Wut/Angst)ab 5 4 Min.
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In einem gemütlichen Haus am Dorfrand lebten der Hund Balu und die Katze Mimi. Eigentlich hätten sie beste Freunde sein können, doch stattdessen stritten sie sich von morgens bis abends. Balu bellte Mimi an, Mimi fauchte zurück, und keiner wollte dem anderen den Lieblingsplatz am Ofen überlassen.

„Diese sture Katze!“, knurrte Balu. „Dieser laute Hund!“, fauchte Mimi. Sie gingen sich aus dem Weg, wo sie nur konnten, und glaubten beide, ohne den anderen viel glücklicher zu sein. Das Frauchen seufzte oft: „Könnt ihr beiden euch denn nicht vertragen?“

Eines Abends zog ein heftiges Gewitter auf. Der Donner krachte, Blitze zuckten, und der Wind rüttelte an Türen und Fenstern. Das Frauchen war nicht zu Hause. Balu, der sonst so mutige Hund, verkroch sich zitternd in eine Ecke. Auch Mimi, die stolze Katze, hatte schreckliche Angst und drückte sich unter einen Stuhl.

Bei einem besonders lauten Donnerschlag zuckten beide zusammen – und schauten sich an. Zum ersten Mal sahen sie nicht den nervigen Mitbewohner, sondern jemanden, der genau solche Angst hatte wie sie selbst. „Hast du auch Angst?“, fragte Balu leise. Mimi nickte zaghaft. „Schrecklich.“

Da geschah etwas Wunderbares. Ganz vorsichtig kroch Balu zu Mimi unter den Stuhl, und Mimi rückte zur Seite, um ihm Platz zu machen. Sie kuschelten sich eng aneinander, Fell an Fell, und auf einmal war die Angst nur noch halb so groß. „Zu zweit ist es gar nicht so schlimm“, flüsterte Mimi. Balu nickte und leckte ihr sanft übers Ohr.

Gemeinsam überstanden sie den ganzen Sturm, eng beieinander, und trösteten sich gegenseitig bei jedem Donnerschlag. Als das Gewitter endlich vorüberzog und es wieder still wurde, merkten die beiden, wie wohl sie sich miteinander fühlten. „Eigentlich“, sagte Balu, „bist du gar nicht so übel.“ Mimi schnurrte. „Du auch nicht.“

Als das Frauchen nach Hause kam, traute es seinen Augen nicht: Hund und Katze lagen friedlich aneinandergekuschelt am Ofen und schliefen. Von diesem Tag an waren Balu und Mimi die besten Freunde. Sie teilten sich den Lieblingsplatz, spielten zusammen und beschützten einander.

An diesem Abend lagen die beiden zufrieden Seite an Seite am warmen Ofen. „Gut, dass wir keine Feinde mehr sind“, schnurrte Mimi schläfrig. „Viel besser“, gähnte Balu. Und während draußen die Sterne nach dem Sturm hervorkamen, schliefen Hund und Katze, beste Freunde, glücklich nebeneinander ein. Schlaft gut, ihr zwei.