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Hexe Mimi und der mutige Besenflug

Mut machen · Selbstvertrauenab 3 4 Min.
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Die kleine Hexe Mimi hatte einen wunderschönen Zauberbesen geschenkt bekommen. Alle Hexen flogen auf ihren Besen hoch über die Baumwipfel und sausten durch die Nacht. Doch Mimi traute sich nicht. Wenn sie auf ihren Besen stieg, schaute sie nach unten, und ihr wurde ganz schwindelig. „So hoch oben“, dachte sie ängstlich. „Was, wenn ich herunterfalle?“ Also ließ sie den Besen lieber stehen.

„Komm, Mimi, flieg mit uns!“, riefen die anderen jungen Hexen, während sie durch die Luft sausten. „Besenfliegen macht so viel Spaß!“ Mimi schaute zu ihnen hinauf und seufzte. „Ich trau mich nicht“, sagte sie leise und blieb am Boden. Wie gern wäre sie mitgeflogen, doch die Angst war zu groß.

Mimis Oma, eine erfahrene Hexe, setzte sich zu ihr. „Hast du Angst vor dem Fliegen, meine Kleine?“, fragte sie sanft. Mimi nickte. „Der Besen fliegt so hoch.“ Oma lächelte. „Du musst nicht gleich hoch hinauf“, sagte sie. „Wir fangen ganz niedrig an, nur eine Handbreit über dem Boden. Und ich laufe die ganze Zeit neben dir her.“ Mimi fasste ein bisschen Mut.

Vorsichtig stieg Mimi auf ihren Besen und sprach den Zauberspruch. Langsam hob der Besen ab – aber nur eine Handbreit, ganz dicht über dem weichen Wiesenboden. „Oh“, sagte Mimi überrascht, „das ist ja gar nicht schlimm.“ Sie schwebte ein kleines Stück über die Wiese, und Oma lief lächelnd neben ihr her. „Siehst du? Du kannst das!“

Stück für Stück wagte sich Mimi höher. Erst eine Handbreit, dann bis zu den Blumen, dann bis zum niedrigen Zaun. Mit jedem kleinen Flug wuchs ihr Mut, und das Kribbeln in ihrem Bauch wurde zu Freude. „Das macht ja Spaß!“, rief Mimi und schwebte fröhlich über die Wiese. Bald flog sie schon über die Büsche.

Schließlich saß Mimi auf ihrem Besen und schaute hinauf zu den Baumwipfeln, wo die anderen Hexen flogen. Ihr Herz klopfte, aber diesmal lächelte sie. „Ich glaube, ich bin bereit“, sagte sie. „Trau dich, ich bin bei dir“, ermutigte Oma. Mimi sprach den Spruch, der Besen stieg höher und höher – und plötzlich flog Mimi über die Baumwipfel, hoch oben in der Nachtluft!

„Ich fliege!“, jubelte Mimi. „Ich fliege wirklich hoch oben!“ Der Wind strich durch ihr Haar, der Mond leuchtete über ihr, und unter ihr lag der ganze Wald im silbernen Licht. Die anderen Hexen sausten jubelnd neben sie. „Du hast es geschafft, Mimi!“ Mimi strahlte vor Stolz und Freude. Das Fliegen, vor dem sie solche Angst gehabt hatte, war das Schönste, das sie kannte.

„Ich hatte solche Angst“, sagte Mimi zu ihrer Oma, „und habe es trotzdem geschafft.“ Oma lächelte. „Du musstest dich nur Schritt für Schritt herantrauen“, sagte sie. „So wächst der Mut.“ Von da an flog Mimi jede Nacht voller Freude auf ihrem Besen durch die Sterne und konnte gar nicht genug bekommen.

Am Abend, müde vom vielen Fliegen, lehnte Mimi ihren Besen an die Wand und kuschelte sich in ihr Hexenbett. „Morgen fliege ich wieder“, sagte sie verschlafen und stolz, „noch höher.“ Der Mond schien durchs Fenster, die Sterne funkelten, und stolz auf ihren Mut schlief die kleine Hexe Mimi zufrieden ein. Schlaf gut, Mimi. Gute Nacht.