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Hase Hoppel teilt die Möhren

Dankbarkeit · Freundschaftab 3 4 Min.
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Der kleine Hase Hoppel war sehr fleißig gewesen. Den ganzen Tag hatte er die dicksten, saftigsten Möhren ausgegraben und zu einem großen Haufen vor seinem Bau gestapelt. „Was für ein schöner Vorrat“, freute sich Hoppel und betrachtete stolz seinen Möhrenberg. „Die sind alle für mich ganz allein.“ Er setzte sich davor und knabberte zufrieden an der ersten Möhre.

Da kam sein Freund, der kleine Hase Klee, vorbeigehoppelt. Er sah müde und hungrig aus. „Hallo Hoppel“, sagte Klee. „Oh, was für ein toller Möhrenvorrat! Ich habe heute leider gar nichts gefunden, und mein Bauch knurrt so schrecklich. Würdest du mir vielleicht ein paar Möhren abgeben?“ Hoppel zögerte und schob seinen Möhrenhaufen ein Stück von Klee weg.

„Aber ich habe sie doch alle selbst ausgegraben“, sagte Hoppel. „Wenn ich teile, habe ich weniger.“ Einen Moment lang wollte er Klee einfach wegschicken. Doch dann sah er, wie hungrig sein Freund war und wie sehnsüchtig er auf die Möhren schaute. Hoppel stellte sich vor, wie schlecht es ihm selbst ginge, wenn er so hungrig wäre und ein anderer ihm nichts abgäbe.

„Weißt du was?“, sagte Hoppel und schob den Haufen wieder zurück. „Komm her, Klee. Ich habe so viele Möhren, dass ich sie allein gar nicht alle essen kann. Lass uns teilen.“ Klees Augen leuchteten. „Wirklich? Oh, danke, Hoppel!“ Gemeinsam setzten sie sich vor den Bau und knabberten die saftigen Möhren.

Und Hoppel bemerkte etwas Schönes: Mit Klee an seiner Seite schmeckten die Möhren viel besser als allein. Sie mümmelten um die Wette, erzählten sich Geschichten und lachten zusammen. „Das ist viel netter als allein zu fressen“, sagte Hoppel überrascht. „Ich dachte, Teilen macht mich ärmer. Aber jetzt habe ich Gesellschaft und einen fröhlichen Freund.“

„Geteilte Möhren schmecken eben am besten“, sagte Klee mit vollen Backen. „Danke, dass du so großzügig bist, Hoppel.“ Hoppel fühlte sich richtig gut. Das warme Gefühl, jemandem geholfen zu haben, war schöner als der größte Möhrenhaufen der Welt. „Ich teile von jetzt an immer“, beschloss er.

Am nächsten Tag half Klee Hoppel beim Möhrengraben, und gemeinsam fanden sie doppelt so viele wie zuvor. „Siehst du?“, lachte Klee. „Zu zweit findet man mehr. Teilen lohnt sich gleich doppelt.“ Hoppel nickte glücklich. Er hatte einen guten Freund gewonnen und gelernt, dass Großzügigkeit das Herz reich macht.

Von da an war Hoppel der großzügigste Hase weit und breit. Wenn er etwas Schönes fand, teilte er es gern, und nie wieder mümmelte er allein vor seinem Bau. „Geteilte Freude ist die schönste Freude“, sagte er oft, und alle Hasen mochten ihn dafür.

Am Abend, satt und zufrieden, kuschelten sich Hoppel und Klee gemütlich in den warmen Bau. „Gute Nacht, Hoppel“, gähnte Klee. „Gute Nacht, Klee“, murmelte Hoppel glücklich. Die Sterne funkelten über der Wiese, ein milder Wind strich durchs Gras, und mit einem warmen, großzügigen Herzen schlief der kleine Hase Hoppel zufrieden ein. Schlaf gut, Hoppel. Gute Nacht.