In einer freundlichen Stadt gab es eine kleine Superhelden-Bande aus drei Freunden. Da war Max, der besonders schnell rennen konnte. Da war Nele, die ganz hoch springen konnte, höher als jedes Hausdach. Und da war Ben, der das allerbeste Gehör hatte und noch das leiseste Geräusch aus weiter Ferne hören konnte. Jeder hatte seine eigene Kraft, und gemeinsam nannten sie sich „die Heldenfreunde“.
Eines Tages kam die kleine Mara weinend zu ihnen gelaufen. „Bitte helft mir“, schluchzte sie. „Mein Hund Wuffi ist weggelaufen, und ich kann ihn nirgends finden! Es wird bald dunkel.“ Die drei Heldenfreunde schauten sich an und nickten entschlossen. „Keine Sorge, Mara“, sagte Max. „Wir finden deinen Wuffi. Das ist ein Fall für die Heldenfreunde!“
Zuerst war Max an der Reihe. Mit seiner Superschnelligkeit flitzte er durch alle Straßen der Stadt, schaute in jede Ecke und jeden Winkel. Im Nu hatte er die ganze Stadt abgesucht. Doch von Wuffi keine Spur. „Ich war überall“, schnaufte Max. „Aber allein finde ich ihn nicht. Die Stadt ist zu groß.“
Da kam Bens Kraft ins Spiel. „Seid mal ganz still“, sagte er und spitzte die Ohren. Er lauschte und lauschte, konzentrierte sich auf jedes noch so leise Geräusch. Und tatsächlich – ganz in der Ferne hörte er ein schwaches, klägliches Winseln. „Ich höre ihn!“, rief Ben. „Es kommt aus der Richtung des alten Parks. Aber es klingt, als säße er irgendwo fest, hoch oben.“
Die drei rannten zum Park, geführt von Bens feinem Gehör. Dort entdeckten sie Wuffi: Der kleine Hund war auf einen hohen Mauervorsprung gesprungen und kam nun nicht mehr herunter. Er winselte ängstlich. „Da ist er!“, rief Nele. „Aber er ist viel zu hoch oben. Wie sollen wir da hinkommen?“ Max konnte schnell rennen, aber nicht hoch springen.
„Das ist mein Job“, sagte Nele und lächelte. Mit ihrer Sprungkraft setzte sie zu einem gewaltigen Satz an und sprang hinauf zum Mauervorsprung, direkt neben den ängstlichen Wuffi. „Keine Angst, Kleiner“, sagte sie sanft, nahm den zitternden Hund vorsichtig in die Arme und sprang mit ihm wieder sicher hinunter. „Wuffi!“, jubelte Mara und drückte ihren Hund fest an sich.
„Ihr habt ihn gefunden!“, rief Mara überglücklich. „Danke, danke, ihr Heldenfreunde!“ Die drei Freunde strahlten. „Allein hätte das keiner von uns geschafft“, sagte Max nachdenklich. „Ich konnte schnell suchen, aber ich hab ihn nicht gehört. Ben hat ihn gehört, aber kam nicht hinauf. Und Nele konnte springen, aber wusste nicht, wo er ist.“
Ben nickte. „Erst zusammen, mit allen unseren Kräften, haben wir es geschafft. Wir sind eben ein Team.“ Nele lachte. „Das ist die größte Superkraft von allen: zusammenzuhalten und sich zu ergänzen.“ Mara bedankte sich bei jedem einzeln, und die Heldenfreunde waren mächtig stolz auf ihre gemeinsame Rettung. Wuffi wedelte fröhlich mit dem Schwanz und leckte allen dankbar die Hände.
Am Abend, als es dunkel wurde und die Sterne über der Stadt erschienen, gingen die drei Heldenfreunde zufrieden nach Hause. „Was für ein toller Tag“, gähnte Max. „Wir haben als Team gewonnen“, sagte Nele stolz. Jeder kuschelte sich in sein Bett, müde und glücklich. Und während die Sterne über der friedlichen Stadt funkelten, schliefen die kleinen Superhelden zufrieden ein, im Wissen, dass sie zusammen alles schaffen konnten. Schlaf gut, ihr Heldenfreunde. Gute Nacht.
