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Die Sterne und das Wunschkonzert

Selbstvertrauen · Dankbarkeitab 5 4 Min.
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Einmal im Jahr, in einer ganz besonderen Nacht, gaben die Sterne am Himmel ein Konzert. Es war kein Konzert aus Tönen, sondern aus Licht: Jeder Stern leuchtete in seinem eigenen Rhythmus auf, und gemeinsam erschufen sie ein wunderschönes, funkelndes Lichtspiel für alle Kinder, die sich etwas wünschten.

Die großen Sterne leuchteten hell und prächtig, in langen, strahlenden Bögen. Der kleinste Stern aber, Filu, war unsicher. „Mein Licht ist so klein und schwach“, dachte er. „Was kann ich schon zum großen Konzert beitragen? Bestimmt bemerkt mich niemand neben den großen, hellen Sternen.“

Filu wollte sich schon hinter einer Wolke verstecken, da kam der alte Sternenmeister zu ihm. „Warum versteckst du dich, kleiner Filu?“, fragte er. „Mein Licht ist zu klein für das Konzert“, seufzte Filu. Der Sternenmeister lächelte. „Ach, Filu. Beim Wunschkonzert kommt es nicht auf die Größe an, sondern darauf, dass jeder seinen eigenen Ton beiträgt.“

„Jeder Stern leuchtet anders“, erklärte der Sternenmeister. „Die großen geben die hellen, strahlenden Töne. Aber die kleinen Sterne wie du – ihr gebt die zarten, feinen Töne, das sanfte Funkeln, das das Konzert erst vollständig macht. Ohne dich fehlt etwas Wichtiges.“ Filu staunte. „Wirklich? Auch mein kleines Licht wird gebraucht?“

„Aber natürlich“, sagte der Sternenmeister. „Komm, finde deinen eigenen Rhythmus. Leuchte einfach so, wie es sich für dich richtig anfühlt.“ Filu schloss kurz die Augen, lauschte in sich hinein und begann dann zu leuchten – nicht hell und strahlend, sondern in einem sanften, warmen Blinken, ganz weich und zart.

Und es war wunderschön. Filus feines Funkeln legte sich wie ein sanfter Glanz über das ganze Konzert und machte es noch zauberhafter. Die anderen Sterne staunten. „Wie schön dein Licht ist, Filu!“, riefen sie. „Es gibt unserem Konzert genau die richtige Wärme.“ Filu strahlte vor Glück und Stolz.

Tief unten auf der Erde schauten die Kinder zum Himmel hinauf und staunten über das funkelnde Lichtspiel. Und viele bemerkten gerade Filus sanftes, warmes Blinken und wünschten sich genau bei seinem Licht etwas ganz Besonderes. Filu hatte seinen Platz im großen Konzert gefunden.

Als das Wunschkonzert zu Ende ging und der Morgen nahte, leuchteten alle Sterne zufrieden und müde. Filu kuschelte sich glücklich an eine weiche Wolke. „Mein Licht ist genau richtig, so wie es ist“, dachte er. „Jeder Ton wird gebraucht.“ Und mit diesem warmen Gedanken schlief der kleinste Stern zufrieden ein. Gute Nacht, kleiner Filu.