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Die Monster feiern ein kunterbuntes Fest

Selbstvertrauen · Freundschaftab 5 4 Min.
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Einmal im Jahr feierten die Monster im Monsterland ihr großes, kunterbuntes Fest. Jedes Monster brachte etwas Besonderes mit: Das eine konnte lustige Grimassen schneiden, das andere konnte hoch hüpfen, ein drittes konnte komische Geräusche machen. Nur das kleine Monster Wibbel wusste nicht, was es beitragen sollte. „Ich kann doch gar nichts Besonderes“, seufzte es.

Wibbel schaute zu, wie die anderen Monster für das Fest übten. Sie alle konnten so tolle Sachen. „Ich kann nur ganz leise glucksen, wenn ich lache“, dachte Wibbel betrübt. „Das braucht beim großen Fest doch niemand.“ Am liebsten hätte sich Wibbel versteckt und wäre gar nicht erst zum Fest gegangen.

Die weise alte Monster-Oma bemerkte Wibbels Kummer. „Warum so traurig, kleines Wibbel?“, fragte sie. „Alle bringen so tolle Sachen zum Fest mit“, klagte Wibbel. „Ich kann nur leise glucksen. Das ist doch nichts.“ Die Monster-Oma lächelte. „Komm heute Abend einfach zum Fest“, sagte sie. „Du wirst sehen – jeder Beitrag wird gebraucht, auch der allerkleinste.“

Das Monsterfest begann, und ein Monster nach dem anderen zeigte sein Können. Es wurde laut und wild und lustig, mit Grimassen, Hüpfern und komischen Geräuschen. Doch nach einer Weile gab es ein Problem: Ein kleines Monsterbaby fing an zu weinen, weil ihm der ganze Lärm zu viel wurde. So sehr alle sich auch mühten, es zu beruhigen – das Baby weinte immer lauter.

Da trat die Monster-Oma vor. „Wibbel“, sagte sie, „jetzt ist deine Zeit gekommen. Gluckse einmal dein leises Lachen.“ Schüchtern begann Wibbel zu glucksen, ganz leise und sanft: „Gluck, gluck, gluck.“ Es klang so drollig und freundlich, dass das weinende Monsterbaby sofort innehielt, lauschte – und dann anfing zu lächeln und mitzuglucksen.

Und nicht nur das Baby: Wibbels ansteckendes, sanftes Glucksen breitete sich aus, und bald glucksten und kicherten alle Monster fröhlich mit. Aus dem wilden Lärm wurde ein warmes, gemütliches Gluckskonzert. „Wie schön das klingt!“, riefen alle. „Wibbels Glucksen macht alle fröhlich und ruhig zugleich!“

„Siehst du, Wibbel?“, sagte die Monster-Oma lächelnd. „Dein leises Glucksen war genau das, was gefehlt hat. Es hat das weinende Baby getröstet und alle fröhlich gemacht. Das konnte kein anderer Beitrag.“ Wibbel strahlte. Sein kleines, leises Glucksen war gar nicht unwichtig – es war das Schönste am ganzen Fest.

Die anderen Monster umringten Wibbel. „Dein Glucksen ist wunderbar!“, riefen sie. „Bitte gluckse noch einmal!“ Wibbel, das sich vorher so klein gefühlt hatte, war nun mächtig stolz. Es hatte gelernt, dass auch eine ganz kleine, leise Gabe etwas Besonderes und Wertvolles sein kann.

Am Ende des Festes, als Wibbels fröhliches Glucksen alle in eine wohlige, müde Stimmung versetzt hatte, kuschelte sich Wibbel zufrieden in sein Bett. „Mein Glucksen wird gebraucht“, dachte es glücklich. Der Mond schien über dem Monsterland, alles war fröhlich und friedlich, und stolz auf seine besondere Gabe schlief das kleine Monster Wibbel zufrieden ein. Schlaf gut, Wibbel. Gute Nacht.