schlummerdrache.de – Gute-Nacht-Geschichten

Die Mondkinder und der Sternenregen

Dankbarkeit · Gefühle (Wut/Angst)ab 3 4 Min.
Schrift

Einmal im Jahr geschah auf dem Mond etwas ganz Besonderes: der große Sternenregen. In dieser Nacht regnete es vom Himmel feinen, funkelnden Sternenstaub herab, der alles in glitzerndes Licht tauchte. Alle Mondbewohner freuten sich das ganze Jahr darauf. Auch die kleinen Mondkinder Pim und Pam konnten es kaum erwarten. „Heute Nacht ist es so weit!“, riefen sie aufgeregt.

Als es dunkel wurde, versammelten sich alle Mondbewohner auf dem höchsten Mondhügel und schauten erwartungsvoll zum Himmel. „Bald geht es los“, sagte die alte Mondhüterin. „Haltet eure Hände bereit, um den Sternenstaub aufzufangen.“ Pim und Pam streckten ihre kleinen Hände in die Höhe und warteten gespannt. Der Himmel über ihnen funkelte heller und heller.

Und dann begann er: der Sternenregen. Vom Himmel rieselte feiner, leuchtender Sternenstaub herab, in tausend Farben schimmernd, sanft und lautlos. Er legte sich über die Mondhügel, über die Silberstadt, über die ausgestreckten Hände der Mondkinder. „Oh, wie schön!“, riefen Pim und Pam und fingen den glitzernden Staub auf. „Er kitzelt und funkelt!“

Die ganze Mondwelt verwandelte sich in ein Meer aus glitzerndem Licht. Die Mondkinder tanzten durch den Sternenregen, lachten und fingen die funkelnden Flocken auf. Pim formte aus dem Sternenstaub eine kleine, leuchtende Kugel, und Pam malte glitzernde Bilder in die Luft. Es war die schönste Nacht des ganzen Jahres.

„Woher kommt der Sternenregen eigentlich?“, fragte Pim die alte Mondhüterin. Sie lächelte. „Der Sternenstaub ist ein Geschenk des Himmels“, sagte sie. „Er erinnert uns daran, wie viel Schönes es gibt und wie dankbar wir dafür sein dürfen. Schaut nur, wie wunderbar unsere Mondwelt funkelt. Dafür sollten wir von Herzen Danke sagen.“

Pim und Pam schauten sich um, auf die ganze glitzernde, funkelnde Mondwelt, und ihre Herzen wurden ganz warm vor Dankbarkeit. „Danke, lieber Himmel, für den schönen Sternenregen“, sagten sie leise. „Und danke für unsere schöne Mondwelt und für all unsere Freunde.“ Bei diesen dankbaren Worten leuchtete der Sternenstaub um sie herum noch ein bisschen heller.

Die ganze Nacht feierten die Mondbewohner den Sternenregen. Sie sammelten den schönsten Sternenstaub, um damit das ganze Jahr über den Mond leuchten zu lassen. „Mit diesem Staub“, erklärte die Mondhüterin, „schenken wir den Kindern auf der Erde ihr Mondlicht. So kommt etwas vom Sternenregen am Ende sogar bei ihnen an.“ Pim und Pam fanden das wunderschön.

Als der Sternenregen langsam nachließ und die letzten Flocken sanft herabschwebten, waren Pim und Pam müde, aber überglücklich. „Das war die schönste Nacht“, seufzte Pim zufrieden. „Und nächstes Jahr kommt der Sternenregen wieder“, freute sich Pam. Sie hatten so viel Schönes erlebt, dass ihre Herzen ganz voll waren.

Am Ende der Nacht kuschelten sich die beiden Mondkinder in den weichen, von Sternenstaub bedeckten Mondstaub. „Ich bin so dankbar für diese schöne Nacht“, dachte Pim glücklich. Die letzten Sternenstaubflocken funkelten sanft, alles war still und friedlich, und mit dankbaren, glücklichen Herzen schliefen die kleinen Mondkinder Pim und Pam zufrieden ein. Schlaf gut, ihr beiden. Gute Nacht.