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Die kleine Rakete, die zum Mond wollte

Mut machen · Selbstvertrauenab 5 4 Min.
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Auf einem großen Weltraumbahnhof standen viele Raketen, hoch und mächtig, bereit, in die Sterne zu fliegen. Ganz am Rand aber stand eine kleine, rote Rakete namens Rosi. Rosi hatte einen großen Traum: Sie wollte unbedingt einmal zum Mond fliegen. „Eines Tages“, sagte sie, „besuche ich den Mond da oben.“

Die großen Raketen lachten über sie. „Du? So eine kleine Rakete? Du schaffst es ja kaum bis zur ersten Wolke!“ Rosi ließ den Kopf hängen. „Vielleicht haben sie recht“, dachte sie traurig. „Ich bin wirklich sehr klein.“ Doch tief in ihrem Inneren glühte der Traum vom Mond weiter.

Eines Tages kam eine wichtige Nachricht: Auf dem Mond war ein kleines Forschungsgerät kaputtgegangen und musste dringend repariert werden. „Wer fliegt hin?“, fragte der Weltraum-Kommandant. Doch die großen Raketen zögerten. „Die Landestelle ist zu eng und felsig“, brummten sie. „Da kommen wir Großen nicht hin.“

Da trat Rosi vor. „Lasst mich fliegen“, sagte sie mutig. „Ich bin klein genug, um auf der engen Stelle zu landen.“ Die großen Raketen schauten überrascht. Der Kommandant nickte. „Du hast recht, Rosi. Genau deine Größe wird gebraucht. Traust du dir den weiten Flug zu?“ Rosi holte tief Luft. „Ja“, sagte sie fest. „Das ist mein Traum.“

Am nächsten Morgen war es so weit. „Drei … zwei … eins … Start!“ Mit einem gewaltigen Feuerstrahl hob Rosi ab. Sie stieg höher und höher, durch die Wolken, immer schneller, hinaus ins weite, dunkle Weltall. Ihr kleines Herz pochte vor Aufregung. „Ich fliege wirklich zum Mond!“, jubelte sie.

Der Flug war weit, und ein paar Mal wurde Rosi mulmig in ihrem Tank, so allein im dunklen All. Doch sie hielt ihren Kurs fest auf den leuchtenden Mond gerichtet. „Nur immer weiter“, sagte sie sich. Und nach einer langen Reise tauchte der Mond vor ihr auf, groß und silbern und wunderschön.

Vorsichtig und geschickt landete Rosi auf der engen, felsigen Stelle, wo keine große Rakete hingepasst hätte. Sie reparierte das kleine Forschungsgerät, und überall auf der Erde jubelten die Menschen. „Rosi hat es geschafft!“, riefen sie. „Die kleine Rakete ist zum Mond geflogen!“ Rosi strahlte vor Stolz und schaute auf die ferne, blaue Erde.

Als Rosi zurückkehrte, empfingen sie sogar die großen Raketen mit Bewunderung. „Wir haben uns geirrt“, sagten sie. „Du bist eine echte Heldin.“ Rosi hatte ihren Traum wahr gemacht – gerade weil sie klein und mutig war. Am Abend ruhte sie zufrieden auf dem Weltraumbahnhof und schaute glücklich zum Mond hinauf, den sie nun besucht hatte. „Träume können wahr werden“, dachte sie und schlief selig ein. Gute Nacht, kleine Rosi.