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Die kleine Motte und das warme Licht

Selbstvertrauen · Gefühle (Wut/Angst)ab 5 4 Min.
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In einer lauen Sommernacht flatterte eine kleine Motte namens Mona durch den Garten. Mona liebte das Licht über alles und suchte immer das hellste, das sie finden konnte. „Je heller, desto schöner“, dachte sie und flog von Lampe zu Lampe, immer auf der Suche nach dem allerhellsten Schein.

Da entdeckte Mona eine grelle Straßenlaterne, die so hell strahlte, dass es fast blendete. „Das ist es!“, rief sie begeistert und flog darauf zu. Doch je näher sie kam, desto unangenehmer wurde es. Das grelle Licht stach in ihren Augen, und die heiße Lampe versengte ihr fast die Flügel. „Autsch!“, machte Mona und flatterte erschrocken zurück.

„Aber das hellste Licht muss doch das beste sein“, dachte Mona verwirrt und versuchte es trotzdem immer wieder. Doch jedes Mal tat das grelle Licht ihren Augen weh, und die Hitze tat ihr nicht gut. Müde und enttäuscht setzte sie sich auf ein Blatt. „Warum fühlt sich das hellste Licht so schlecht an?“, seufzte sie.

Eine alte, weise Motte ließ sich neben ihr nieder. „Liebe Mona“, sagte sie, „nicht das hellste Licht ist das beste. Manchmal ist das sanfte, warme Licht viel schöner – es tut den Augen gut und wärmt, ohne zu verbrennen. Komm, ich zeige dir etwas.“ Neugierig folgte Mona der alten Motte.

Die alte Motte führte sie zu einer kleinen Lichtung, wo unzählige Glühwürmchen tanzten. Ihr Licht war nicht grell, sondern sanft und warm, ein weiches, goldenes Glühen, das durch die Nacht schimmerte. „Oh“, machte Mona und flatterte staunend näher. Dieses Licht blendete nicht und tat nicht weh – es war einfach nur schön und angenehm.

Mona ließ sich mitten unter den Glühwürmchen nieder und genoss ihr sanftes Leuchten. Es war warm und freundlich, und ihre Augen entspannten sich. „Wie wunderbar das ist“, seufzte sie zufrieden. „Viel schöner als das grelle Licht.“ Die Glühwürmchen tanzten um sie herum und hießen sie freundlich willkommen.

Mona verstand nun: Sie hatte das Falsche gesucht. Nicht das hellste, grellste Licht war das beste für sie, sondern das sanfte, warme, das ihr wirklich guttat. „Manchmal ist das Stille und Sanfte viel kostbarer als das Laute und Grelle“, dachte sie. Und sie war dankbar, dass die alte Motte ihr das gezeigt hatte.

Von da an verbrachte Mona ihre Nächte bei den Glühwürmchen, in ihrem sanften, warmen Licht. Am Ende der Nacht ließ sie sich müde auf einem weichen Blatt nieder, umhüllt vom goldenen Glühen. „Das richtige Licht für mich“, dachte sie glücklich und schlief zufrieden ein. Schlaf gut, kleine Mona.