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Die Affenbande und der kleine Papagei

Freundschaft · Selbstvertrauenab 5 4 Min.
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Im Dschungel gab es eine fröhliche Affenbande, die den ganzen Tag durch die Bäume tobte. Sie spielten Fangen, schaukelten um die Wette und hatten immer viel Spaß. Eines Tages flatterte ein kleiner, bunter Papagei namens Pip herbei. „Darf ich mitspielen?“, fragte er schüchtern. Die Affen schauten ihn an. „Du? Du bist doch ein Vogel“, lachte der größte Affe. „Du kannst ja nicht mal an den Lianen schwingen.“

Pip ließ den Kopf hängen. „Aber ich kann fliegen“, sagte er leise. „Fliegen zählt nicht beim Schwingen“, riefen die Affen und schwangen davon. Der kleine Papagei blieb traurig allein zurück. Er setzte sich auf einen Ast und schaute den spielenden Affen sehnsüchtig zu. Wie gern hätte er dazugehört.

Beim wilden Spielen aber wurde die Affenbande immer übermütiger. Sie schwangen höher und weiter, bis der kleine Affe Niko zu weit sprang. Er verfehlte die Liane und fiel – zum Glück konnte er sich gerade noch an einem ganz dünnen Ast festklammern, hoch über einer tiefen Schlucht. „Hilfe!“, schrie Niko. „Ich rutsche ab! Und ich kann mich nicht hochziehen!“

Die anderen Affen erstarrten vor Schreck. Der dünne Ast, an dem Niko hing, war viel zu schwach. Wenn ein Affe hinkletterte, würde er unter dem Gewicht abbrechen. „Was sollen wir nur tun?“, riefen sie verzweifelt. „Wir können nicht zu ihm. Der Ast hält keinen von uns!“ Niko wurde immer schwächer.

Da flatterte der kleine Papagei Pip herbei. „Lasst mich helfen!“, rief er. „Ich bin leicht, und ich kann fliegen!“ Die Affen schauten ihn überrascht an. Pip flog zu Niko hinüber, ganz nah an den dünnen Ast, den sein leichtes Gewicht nicht im Geringsten belastete. „Halt dich an meinen Beinen fest, Niko“, rief Pip. „Und lass dich von mir zum dicken Ast ziehen!“

Niko griff nach Pips Beinen, und der kleine Papagei flatterte mit aller Kraft. Flügelschlag um Flügelschlag zog er Niko hinüber, bis dieser einen dicken, sicheren Ast zu fassen bekam und sich hinaufziehen konnte. „Geschafft!“, jubelte Niko und atmete tief durch. „Pip, du hast mir das Leben gerettet!“ Die ganze Affenbande jubelte erleichtert.

Der große Affe, der Pip vorhin ausgelacht hatte, kam beschämt herbei. „Pip“, sagte er, „es tut mir leid. Wir wollten dich nicht mitspielen lassen, weil du anders bist als wir. Dabei hast gerade du Niko gerettet – genau weil du fliegen kannst und leicht bist. Du gehörst ab jetzt fest zu unserer Bande.“

Pip strahlte über das ganze bunte Gesicht. „Wirklich? Ich darf dazugehören?“ „Aber natürlich!“, riefen alle Affen im Chor. „Du bist einer von uns!“ Von da an spielte Pip immer mit. Beim Schwingen flog er nebenher, beim Fangen war er der schnellste, und niemand wurde mehr ausgeschlossen, nur weil er anders war.

Am Abend saßen die Affenbande und der kleine Papagei zusammen im großen Schlafbaum. „Gut, dass du anders bist, Pip“, sagte Niko schläfrig. „Sonst wäre ich heute verloren gewesen.“ Pip kuschelte sein buntes Gefieder an Nikos warmes Fell. Die Sterne leuchteten über dem Dschungel, ein lauer Wind wiegte die Äste, und zufrieden und glücklich schliefen sie alle gemeinsam ein. Schlaf gut, ihr Freunde. Gute Nacht.