Panda Paul war ein liebenswerter kleiner Kerl, aber er war furchtbar tollpatschig. Ständig stolperte er über seine eigenen Pfoten, purzelte Hänge hinunter oder rollte sich beim Spielen versehentlich ein wie eine Kugel. „Hoppla!“, rief er dann immer und landete im weichen Gras. Die anderen Tiere kicherten, und Paul wurde jedes Mal ganz verlegen.
„Warum bin ich nur so ungeschickt?“, seufzte Paul. „Alle anderen Pandas bewegen sich so elegant, und ich falle dauernd hin.“ Er versuchte angestrengt, vorsichtiger zu sein, doch je mehr er sich bemühte, desto öfter stolperte er. Schließlich traute er sich kaum noch zu spielen, aus Angst, wieder ausgelacht zu werden.
Eines Tages saß Paul traurig am Rand der Lichtung, als die weise alte Pandadame Oma Mei vorbeikam. „Warum so betrübt, kleiner Paul?“, fragte sie. „Ich bin so tollpatschig“, klagte Paul. „Ich falle immerzu hin, und alle lachen über mich.“ Oma Mei setzte sich neben ihn und lächelte. „Und wenn sie lachen“, fragte sie sanft, „lachst du dann mit?“
Paul schaute überrascht auf. „Mitlachen? Aber sie lachen doch über mich.“ „Vielleicht“, sagte Oma Mei, „lachen sie gar nicht, um dich zu ärgern, sondern weil es einfach lustig aussieht, wenn du so fröhlich durch die Gegend purzelst. Weißt du, es ist gar nicht schlimm, tollpatschig zu sein. Schlimm ist nur, wenn man sich davon den Spaß verderben lässt.“
Paul dachte über die Worte nach. Am nächsten Tag spielten die jungen Tiere wieder, und natürlich stolperte Paul prompt über einen Ast und rollte sich kugelrund einen kleinen Hang hinunter, mitten in einen weichen Laubhaufen. „Hoppla!“, rief er. Doch diesmal, statt sich zu schämen, fing Paul selbst an zu lachen. „Das war vielleicht eine Rolle!“, kicherte er.
Und auf einmal war alles anders. Die anderen Tiere lachten mit ihm, nicht über ihn. „Mach das noch mal, Paul!“, riefen sie begeistert. „Das sah so lustig aus!“ Paul merkte, dass sein fröhliches Purzeln die anderen gar nicht ärgerte, sondern ihnen Freude machte. Er ließ sich noch einmal kugelnd den Hang hinunterrollen, und alle jubelten und klatschten.
Von diesem Tag an war Paul nicht mehr traurig über seine tollpatschige Art. Im Gegenteil – er machte das Beste daraus. Er wurde der lustigste Panda im ganzen Wald, und alle wollten mit ihm spielen, weil es mit ihm immer etwas zu lachen gab. „Tollpatschig zu sein ist eben meine ganz besondere Art“, sagte Paul stolz, „und die mag ich jetzt.“
Oma Mei nickte zufrieden, als sie sah, wie fröhlich Paul geworden war. „Siehst du“, sagte sie. „Du musst dich nicht ändern. Du musstest nur lernen, dich so zu mögen, wie du bist – Purzeln und alles.“ Paul umarmte die weise alte Pandadame dankbar. Er fühlte sich so leicht und froh wie noch nie.
Am Abend, nach einem Tag voller Lachen, kullerte Paul – natürlich nicht ohne ein kleines Stolpern – in sein weiches Nest. „Heute habe ich gelernt, über mich selbst zu lachen“, dachte er glücklich. Die Sterne funkelten über dem Bambuswald, ein sanfter Wind raschelte in den Halmen, und zufrieden mit sich selbst schlief der tollpatschige Panda Paul lächelnd ein. Schlaf gut, Paul. Gute Nacht.
