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Der Stern und der traurige Mond

Freundschaft · Gefühle (Wut/Angst)ab 5 4 Min.
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Hoch am Nachthimmel wohnten der große Mond und viele kleine Sterne. Der Mond leuchtete jede Nacht hell und freundlich über der Welt, und alle bewunderten sein sanftes Licht. Doch eines Abends war der Mond ganz anders als sonst: Er hing blass und traurig am Himmel und mochte gar nicht leuchten.

Der kleine Stern Funki bemerkte es als Erster. „Lieber Mond, was ist denn mit dir?“, fragte er besorgt. „Du leuchtest ja heute gar nicht.“ Der Mond seufzte tief. „Ach, kleiner Stern“, sagte er traurig, „ich fühle mich heute so schwer und müde und traurig. Ich weiß selbst nicht genau, warum. Ich habe einfach keine Kraft zum Leuchten.“

Die anderen Sterne flüsterten: „Wenn der Mond nicht leuchtet, wird es ja ganz dunkel auf der Erde.“ Manche waren ein bisschen ungeduldig. Doch Funki dachte nur an seinen Freund, den Mond. „Es ist okay, dass du heute traurig bist“, sagte er sanft. „Jeder ist mal traurig. Ich bleibe bei dir, dann bist du nicht allein.“

Und so schwebte Funki ganz nah an den Mond heran und blieb bei ihm. Er erzählte ihm leise schöne Geschichten, summte ihm ein sanftes Lied und leuchtete für ihn, so gut er konnte. „Du musst heute nicht stark sein“, flüsterte Funki. „Ruh dich einfach aus. Ich passe solange auf und leuchte ein bisschen für dich mit.“

Der Mond war gerührt. „Du bleibst bei mir, obwohl ich traurig bin und nicht leuchten kann?“ „Natürlich“, sagte Funki. „Dafür sind Freunde da. Wir leuchten nicht nur an den schönen Tagen füreinander, sondern gerade auch an den schweren.“ Da wurde dem Mond ganz warm ums Herz, und seine Traurigkeit wurde ein kleines bisschen leichter.

Funki rief auch die anderen Sterne herbei. „Kommt, lasst uns alle zusammen ein bisschen heller leuchten, damit es auf der Erde trotzdem nicht ganz dunkel ist – und damit der Mond sich ausruhen kann.“ Und so leuchteten alle Sterne gemeinsam etwas heller und wachten über den müden Mond, der sich dankbar ausruhen durfte.

Getragen von der Wärme und Fürsorge seiner Freunde, fühlte sich der Mond nach einer Weile besser. Ganz langsam kehrte seine Kraft zurück, und sein sanftes Licht begann wieder zu leuchten – erst schwach, dann immer wärmer. „Danke, Funki“, sagte der Mond gerührt. „Dass du bei mir geblieben bist, hat mir so geholfen.“

In dieser Nacht leuchteten der Mond und die Sterne gemeinsam, und es war ein besonders schönes, warmes Licht. „Freunde halten zusammen, in guten und in schweren Zeiten“, dachte Funki glücklich. Zufrieden und geborgen kuschelte er sich an den Mond, und beide leuchteten friedlich, bis der Morgen kam. Gute Nacht, kleiner Funki, und gute Nacht, lieber Mond.