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Der schläfrige Mond

Gefühle (Wut/Angst)ab 3 3 Min.
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Die ganze Nacht hindurch wacht der gute Mond am Himmel und passt auf alle auf, die schlafen. Er leuchtet sanft und silbern über den Häusern, den Wäldern und den Wiesen. Doch am Ende der Nacht wird auch der Mond ganz müde. Komm, wir begleiten ihn beim Schlafengehen und werden dabei selbst schläfrig. Schließ die Augen.

Der Mond hat lange gearbeitet. Er hat den Mäusen den Weg geleuchtet, den Eulen beim Fliegen geholfen und über allen Kindern gewacht. Jetzt gähnt er ganz weit. Vielleicht magst du mit ihm gähnen, ein großes, herzhaftes Gähnen. Der Mond wird langsam müde, genau wie du.

Am Himmel ziehen die ersten zarten Farben des Morgens herauf. Ganz sanft, in blassem Rosa und sanftem Gold. Der Mond weiß: Bald kommt die Sonne und übernimmt seine Wache. Dann darf er sich endlich ausruhen. Er freut sich schon auf sein weiches Wolkenbett.

Langsam wird das Licht des Mondes weicher und sanfter. Er sinkt ein kleines Stück tiefer am Himmel, ganz gemütlich. Seine Strahlen werden müde und mild. Auch du wirst jetzt immer ruhiger und schwerer. Deine Arme und Beine werden ganz entspannt.

Eine weiche, flauschige Wolke schwebt heran – das Bett des Mondes. Ganz sacht legt sich der Mond hinein. Die Wolke ist warm und kuschelig, und der Mond seufzt zufrieden. „Endlich ausruhen“, murmelt er schläfrig. Er zieht sich eine zarte Nebeldecke bis zum Kinn.

„Gute Nacht, ihr Sterne“, flüstert der Mond. Und die Sterne, die mit ihm gewacht haben, blinzeln nun auch ganz müde und werden blasser, einer nach dem anderen, während der Morgen langsam heraufzieht. Alles am Himmel wird ruhig und still und friedlich.

Der Mond schließt seine Augen. Sein sanftes Licht wird ganz weich und verschwindet langsam, während die Sonne behutsam ihren Platz einnimmt. Nun darf der Mond schlafen, tief und friedlich, bis es wieder Abend wird und er erneut über alle wacht.

Und so, wie der müde Mond jetzt in seinem Wolkenbett schläft, darfst auch du ganz tief und ruhig schlafen. Du bist geborgen und sicher. Atme noch einmal tief ein … und langsam aus. Schlaf gut, kleiner Träumer. Der Mond schläft – und du auch. Gute Nacht.