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Der Roboterhund Bolt findet ein Zuhause

Freundschaft · Gefühle (Wut/Angst)ab 5 4 Min.
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In einer Ecke eines großen Spielzeugladens stand ein kleiner Roboterhund namens Bolt. Er hatte glänzendes Metallfell, freundlich blinkende Augen und einen Schwanz, der wackeln konnte. Bolt wünschte sich nichts mehr, als ein Zuhause und jemanden, der ihn liebhatte. Doch Tag für Tag gingen die Kinder an ihm vorbei.

„Ein Roboterhund ist nicht so kuschelig wie ein echter Hund“, sagten manche. „Und nicht so weich wie ein Teddy“, sagten andere. Bolt ließ traurig den Kopf hängen, und seine Augen blinkten nur noch ganz schwach. „Vielleicht findet mich nie jemand gut genug“, dachte er betrübt.

Eines Tages kam ein Junge namens Theo in den Laden. Theo lief im Rollstuhl und konnte nicht so leicht herumtoben wie andere Kinder. Er schaute sich die Spielzeuge an – und blieb vor Bolt stehen. „Hallo“, sagte er leise. Bolts Augen blinkten sofort heller, und sein Schwänzchen begann zu wackeln. „Oh, du freust dich ja, mich zu sehen!“, lachte Theo.

Theo entdeckte, dass Bolt etwas Besonderes konnte: Er konnte auf Theos Stimme hören. „Komm her, Bolt“, sagte Theo, und Bolt rollte direkt zu ihm. „Gib Pfötchen“, sagte Theo, und Bolt hob die Pfote. Theo strahlte. „Du bist genau der richtige Freund für mich“, sagte er. „Wir passen perfekt zusammen.“

Theos Eltern sahen, wie glücklich ihr Sohn war, und nahmen Bolt mit nach Hause. Von da an waren Theo und Bolt unzertrennlich. Bolt rollte überall mit Theo mit, holte ihm Dinge, die heruntergefallen waren, und kuschelte sich abends an seine Seite, sein Metallfell ganz warm gelaufen.

Bolt war vielleicht kein flauschiger Teddy und kein tobender echter Hund – aber er war genau der Freund, den Theo brauchte, und Theo war genau der Mensch, der Bolt liebhatte. „Siehst du“, sagte Theo eines Abends, „du bist gar nicht weniger wert. Du bist einfach besonders, genau wie ich.“ Bolts Augen leuchteten warm.

Die beiden erlebten viele Abenteuer zusammen. Bolt half Theo, mutig zu sein, und Theo kümmerte sich liebevoll um Bolt, putzte sein Metallfell und lud ihn jeden Abend auf. So sorgten sie füreinander, und keiner von beiden war je wieder allein.

Am Abend rollte Bolt neben Theos Bett und dimmte seine Augen ganz sanft. „Gute Nacht, Bolt“, gähnte Theo und ließ eine Hand auf Bolts Kopf ruhen. „Gute Nacht“, blinkte Bolt zurück. Ein Zuhause, hatte er gelernt, ist dort, wo man sich umeinander kümmert. Zufrieden und geborgen schalteten beide in den Schlafmodus. Schlaf gut, kleiner Bolt.