Der kleine Welpe Wuffi lag schon in seinem gemütlichen Körbchen, als es draußen anfing. Erst nur ein fernes Grollen, dann ein heller Blitz, der kurz das Zimmer erleuchtete. Und dann – KRAWUMM – ein lauter Donnerschlag. Wuffi zuckte zusammen und versteckte sich zitternd unter seiner Decke. „Was ist das nur?“, winselte er.
Das Gewitter wurde lauter. Der Donner grollte, der Regen prasselte ans Fenster, und der Wind heulte. Wuffi hatte schreckliche Angst. Er piepste leise und drückte sich ganz tief in sein Körbchen. „Es ist so laut und unheimlich“, dachte er. „Hoffentlich hört es bald auf.“
Da kam sein Mädchen, die kleine Emma, ins Zimmer. Sie hatte gehört, wie Wuffi winselte. „Hab keine Angst, Wuffi“, sagte sie sanft und hob den zitternden Welpen vorsichtig hoch. Sie setzte sich mit ihm auf den Boden und kuschelte ihn ganz warm an sich. „Ich bin ja bei dir. Hier bist du sicher.“
Wuffi spürte Emmas warme Arme und ihren ruhigen Herzschlag, und langsam wurde sein eigenes Herz ein bisschen ruhiger. „Weißt du, Wuffi“, flüsterte Emma, „ein Gewitter ist nur lautes Wetter. Es kann uns hier drinnen nichts tun. Und das Beste ist: Jedes Gewitter zieht wieder vorbei.“ Sie streichelte sein weiches Fell.
Gemeinsam lauschten sie dem Gewitter. Bei jedem Donner kuschelte sich Wuffi enger an Emma, und sie hielt ihn fest. „Hör mal“, sagte Emma nach einer Weile. „Der Donner wird schon leiser. Das Gewitter zieht weiter.“ Wuffi spitzte die Ohren. Tatsächlich – das laute Grollen rückte in die Ferne.
Nach und nach wurde es ruhiger. Aus dem wilden Donner wurde ein fernes Grummeln, und der Regen tropfte nur noch sanft von den Blättern. „Siehst du?“, sagte Emma lächelnd. „Es ist fast vorbei. Du warst so tapfer.“ Wuffi wedelte ein klein wenig mit dem Schwänzchen. Seine Angst war fast ganz verschwunden.
Bald war das Gewitter ganz vorübergezogen, und durch das Fenster blinzelten sogar ein paar Sterne hervor. Das gleichmäßige Tropfen des Regens klang jetzt richtig gemütlich. Wuffi gähnte und kuschelte sich glücklich in Emmas Schoß. Er hatte gelernt: Auch der lauteste Sturm geht vorbei, und mit jemandem, den man liebhat, ist alles halb so schlimm.
Emma legte den müden Welpen sanft zurück in sein warmes Körbchen. „Gute Nacht, Wuffi“, flüsterte sie und gab ihm einen Kuss auf die Schnauze. Wuffi rollte sich zufrieden zusammen, kein bisschen mehr ängstlich. Während draußen die letzten Wolken vorbeizogen, schlief der kleine Welpe friedlich ein. Schlaf gut, kleiner Wuffi.
