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Der kleine Traktor Theo traut sich

Mut machen · Selbstvertrauenab 5 4 Min.
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Auf einem großen Bauernhof am Rande des Dorfes lebte ein kleiner roter Traktor namens Theo. Theo half gern bei der Arbeit: Er zog den Anhänger mit Heu, brachte Futter zu den Kühen und tuckerte fröhlich über die Felder. Doch vor einer Sache hatte Theo großen Respekt – dem steilen Hügel am Ende der Weide.

Der Hügel war hoch, und der Weg hinauf war holprig und steil. Die großen Traktoren fuhren ihn mühelos. Aber Theo war noch klein, und jedes Mal, wenn er den Hügel ansah, wurde ihm ganz mulmig im Motor. „Das schaffe ich nie“, dachte er und fuhr lieber wieder zurück.

Eines Morgens kam der Bauer zu Theo. „Theo“, sagte er, „oben auf dem Hügel wartet frisches Heu für die Schafe. Heute musst du es holen – ganz allein. Ich weiß, dass du das kannst.“ Theo schluckte. Allein? Den steilen Hügel hinauf? Seine Räder zitterten ein wenig.

Langsam tuckerte er los, dem Hügel entgegen. Am Fuß blieb er stehen und schaute nach oben. Der Weg sah noch steiler aus als sonst. „Was, wenn ich es nicht schaffe? Was, wenn ich zurückrolle?“, dachte Theo. Am liebsten wäre er umgedreht. Doch dann erinnerte er sich an die Worte des Bauern: Ich weiß, dass du das kannst.

Theo holte tief Luft. „Ich versuche es einfach“, sagte er sich. „Ein Stück nach dem anderen.“ Er legte den ersten Gang ein und fuhr los. Tuck, tuck, tuck – langsam, aber stetig rollte er den Hügel hinauf. Der Weg wurde steiler, sein Motor brummte angestrengt.

Auf halber Höhe spürte Theo, wie schwer es wurde. Seine Räder drehten kurz durch. „Nicht aufgeben“, flüsterte er. „Ganz ruhig. Ein Stück nach dem anderen.“ Er ließ den Motor gleichmäßig brummen, fand wieder Halt und tuckerte weiter, Zentimeter für Zentimeter, immer höher hinauf.

Und dann – auf einmal wurde der Weg flacher. Theo hatte es geschafft! Er stand ganz oben auf dem Hügel. Vor ihm lag das frische Heu, und unter ihm breitete sich der ganze Bauernhof aus, klein und friedlich in der Morgensonne. „Ich hab’s geschafft!“, jubelte Theo und hupte vor Freude.

Mit dem Heu im Anhänger fuhr er vorsichtig wieder hinunter. Die Schafe blökten dankbar, als er ihnen das Futter brachte. Der Bauer klopfte stolz auf Theos Motorhaube. „Siehst du“, sagte er lächelnd, „ich wusste, dass du das kannst.“ Theo strahlte über die ganze Kühlerhaube.

Am Abend stand Theo zufrieden in seiner Scheune. Draußen ging die Sonne unter und färbte den steilen Hügel ganz golden. Jetzt machte er Theo keine Angst mehr. „Ein Stück nach dem anderen“, dachte Theo schläfrig, „dann schafft man fast alles.“ Dann schaltete er seine Scheinwerfer aus und schlief glücklich ein. Gute Nacht, kleiner Theo.