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Der kleine Stern, der sich nicht traute

Mut machen · Selbstvertrauenab 5 4 Min.
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Hoch oben am Nachthimmel, zwischen unzähligen funkelnden Sternen, hing ein ganz kleiner Stern namens Pim. Pim hatte ein wunderschönes Licht in sich – warm und golden. Doch er traute sich nicht, es leuchten zu lassen. „Was, wenn mein Licht zu schwach ist?“, dachte er. „Was, wenn alle über mich lachen?“

Und so blieb Pim dunkel, während um ihn herum alle anderen Sterne strahlten. „Schau doch, wie hell die anderen sind“, seufzte er. „Neben ihnen falle ich gar nicht auf. Lieber bleibe ich ganz dunkel, dann kann auch nichts schiefgehen.“ Traurig versteckte er sich hinter einer Wolke.

Die anderen Sterne riefen ihm zu: „Komm, Pim, leuchte mit uns!“ Doch Pim schüttelte den Kopf. „Ich kann das nicht“, flüsterte er. „Mein Licht ist bestimmt nicht gut genug.“ Die Sterne seufzten, ließen ihn aber in Ruhe, denn sie wussten: Mut muss von innen kommen.

Eines Nachts zog ein gewaltiger Sturm über das Land. Dicke, dunkle Wolken schoben sich vor den Himmel und verdeckten alle Sterne, einen nach dem anderen. Selbst der helle Mond verschwand. Die Nacht wurde so finster, dass man die Pfote vor Augen nicht mehr sah.

Tief unten auf der Erde stand ein kleines Schiff auf dem stürmischen Meer. Der Kapitän spähte verzweifelt in die Dunkelheit. „Ohne einen einzigen Stern finde ich den Weg zum Hafen nicht“, rief er. „Wir sind verloren!“ Die Wellen schlugen hoch, und alle an Bord fürchteten sich.

Pim, der sich hinter seiner Wolke versteckte, hörte die verzweifelten Stimmen. Er sah das kleine Schiff in Not. „Sie brauchen ein Licht“, dachte er. „Aber alle anderen Sterne sind von den Wolken verdeckt. Nur ich bin noch nah genug an einer Lücke.“ Sein Herz klopfte. „Ich habe solche Angst. Aber wenn ich nicht leuchte, finden sie nie nach Hause.“

Pim holte all seinen Mut zusammen. Er trat hinter der Wolke hervor und ließ sein Licht leuchten – erst zaghaft, dann immer heller. Und siehe da: Sein warmes, goldenes Licht durchdrang die Dunkelheit und fiel genau auf das kleine Schiff. „Ein Stern!“, rief der Kapitän überglücklich. „Dort ist ein Stern! Ihm folgen wir!“

Pim leuchtete, so hell er nur konnte, und wies dem Schiff sicher den Weg durch den Sturm bis in den rettenden Hafen. Die Menschen an Bord jubelten und winkten ihm dankbar zu. Pim strahlte vor Freude – sein Licht war gar nicht zu schwach. Es war genau hell genug, um Leben zu retten.

Als der Sturm vorüberzog und die anderen Sterne wieder zum Vorschein kamen, staunten sie. „Pim, du hast das Schiff gerettet!“ Pim lächelte glücklich und leuchtete von nun an jede Nacht mit den anderen um die Wette. Zufrieden funkelte er am Himmel, bis ihn der Morgen sanft schlafen schickte. Gute Nacht, kleiner Pim.