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Der kleine Seestern findet nach Hause

Mut machen · Gefühle (Wut/Angst)ab 5 4 Min.
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Am bunten Korallenriff im warmen Meer lebte ein kleiner Seestern namens Sterni. Er hatte fünf hübsche, orangefarbene Arme und liebte sein Zuhause zwischen den schillernden Korallen. Dort kannte er jeden Winkel und jeden Fisch. „Hier ist es am allerschönsten“, sagte Sterni zufrieden.

Doch eines Tages kam eine große, kräftige Welle und riss Sterni von seinem Felsen los. Sie wirbelte ihn durchs Wasser, weit, weit fort. Als das Wasser sich beruhigte, lag Sterni auf einem fremden, kahlen Sandboden. Von seinem bunten Riff war nichts mehr zu sehen. „Oh nein“, flüsterte er. „Wo bin ich nur? Ich finde nie wieder nach Hause.“

Sterni wurde ganz traurig, und für einen Moment wollte er einfach liegen bleiben. Doch dann sagte er sich: „Weinen hilft mir nicht. Ich muss versuchen, zurückzufinden. Ein Arm nach dem anderen.“ Langsam und tapfer begann er, über den Sandboden zu kriechen, immer in die Richtung, aus der er gekommen war.

Unterwegs traf Sterni einen freundlichen Einsiedlerkrebs. „Hast du dich verirrt, kleiner Seestern?“, fragte der Krebs. „Ja“, sagte Sterni. „Ich suche mein Korallenriff, das bunte mit den vielen Fischen.“ Der Krebs überlegte. „Das kenne ich! Folge der Strömung nach Osten, dorthin, wo das Wasser wärmer wird. Da liegt dein Riff.“

Sterni bedankte sich und kroch weiter, der wärmer werdenden Strömung nach. Es war ein langer Weg, und manchmal wurde er müde. Doch immer, wenn er aufgeben wollte, dachte er an sein gemütliches Zuhause und kroch tapfer weiter. Eine Schildkröte trug ihn ein Stück auf ihrem Panzer, und ein Schwarm Fische zeigte ihm den richtigen Weg.

Und dann, nach einer langen Reise, sah Sterni in der Ferne etwas Buntes schimmern: sein Korallenriff! „Ich bin zu Hause!“, jubelte er und kroch, so schnell seine fünf Arme ihn trugen, die letzten Meter. Die vertrauten Fische schwammen ihm freudig entgegen. „Sterni ist wieder da!“

Glücklich kuschelte sich Sterni an seinen alten, vertrauten Felsen. Er war so erleichtert und auch ein bisschen stolz. „Ich habe ganz allein nach Hause gefunden“, dachte er. „Ich bin gar nicht aufgegeben, auch wenn ich Angst hatte.“ Die freundlichen Tiere, die ihm geholfen hatten, würde er nie vergessen.

Als die Sonne über dem Meer unterging und das Wasser in sanftes Gold tauchte, machte es sich Sterni in seinem geliebten Riff gemütlich. „Es gibt keinen schöneren Ort als zu Hause“, dachte er dankbar und müde. Sanft von der Strömung gewiegt, schlief der kleine Seestern zufrieden ein. Schlaf gut, kleiner Sterni.