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Der kleine Pinguin traut sich ins Wasser

Mut machen · Selbstvertrauenab 3 4 Min.
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Auf einer großen, weißen Eisscholle lebte ein kleiner Pinguin namens Pips. Pips watschelte vergnügt über das Eis und rutschte auf dem Bauch die kleinen Hügel hinunter. Doch eine Sache machte ihm Angst: das Meer. Das tiefe, kalte, dunkelblaue Wasser. Während die anderen jungen Pinguine fröhlich hineinsprangen und schwammen, blieb Pips ängstlich am Rand der Eisscholle stehen.

„Komm rein, Pips!“, riefen die anderen aus dem Wasser. „Schwimmen ist herrlich!“ Pips schaute in das tiefe, kalte Meer und schüttelte den Kopf. „Was, wenn es zu kalt ist?“, dachte er. „Was, wenn ich untergehe?“ Also blieb er auf dem sicheren Eis und schaute den anderen sehnsüchtig zu, wie sie durch die Wellen flitzten.

Pips' Papa watschelte zu ihm. „Hast du Angst vor dem Wasser, mein Kleiner?“, fragte er sanft. Pips nickte. „Es ist so tief und kalt.“ Papa lächelte. „Weißt du, Pips“, sagte er, „Pinguine sind die allerbesten Schwimmer. Das Wasser ist unser zweites Zuhause. Du bist dafür gemacht. Du musst dich nur trauen. Schau, dein dichtes Federkleid hält dich schön warm.“

„Wir fangen ganz vorsichtig an“, sagte Papa. „Komm, wir watscheln zusammen zum flachen Rand, und du steckst erst nur deine Füße ins Wasser.“ Pips watschelte zögernd hinterher und tauchte vorsichtig seine Füße ein. Das Wasser war kühl, aber durch sein dichtes Gefieder spürte er die Kälte kaum. „Oh“, sagte Pips. „Das ist ja gar nicht so schlimm.“

„Siehst du?“, sagte Papa. „Und nun trau dich ein kleines Stück weiter.“ Pips watschelte tiefer ins flache Wasser, bis es ihm an den Bauch reichte. Es kribbelte angenehm. „Und jetzt“, sagte Papa, „lass dich einfach nach vorne gleiten und paddle mit deinen Flossen.“ Pips holte tief Luft, schloss kurz die Augen – und ließ sich ins Wasser gleiten.

Und auf einmal schwamm Pips! Seine kleinen Flossen paddelten ganz von allein, und er glitt durchs Wasser, schnell und geschickt, als hätte er nie etwas anderes getan. „Ich schwimme!“, rief Pips begeistert. „Papa, schau, ich schwimme wirklich!“ Das kalte Meer, vor dem er solche Angst gehabt hatte, fühlte sich auf einmal wunderbar an.

Pips flitzte durchs Wasser, tauchte unter und schoss wieder hoch, drehte sich und plantschte vor Freude. „Das macht ja riesigen Spaß!“, lachte er. Die anderen jungen Pinguine schwammen jubelnd herbei. „Du traust dich ja jetzt, Pips!“ Gemeinsam jagten sie durch die Wellen, und Pips konnte gar nicht mehr aufhören vor lauter Freude.

„Ich hatte solche Angst“, sagte Pips zu seinem Papa, „und jetzt ist Schwimmen das Schönste überhaupt.“ Papa stupste ihn stolz mit dem Schnabel. „Du musstest dich nur trauen“, sagte er. „Du warst die ganze Zeit ein guter Schwimmer, du wusstest es nur noch nicht.“ Pips strahlte vor Stolz über sein ganzes Pinguingesicht.

Am Abend, müde vom vielen Schwimmen, watschelte Pips zurück auf die warme Eisscholle und kuschelte sich an seinen Papa. „Morgen schwimme ich wieder“, sagte er verschlafen und stolz. „Ganz bestimmt“, schmunzelte Papa. Über dem Eis funkelten die Sterne, ein kühler Wind strich über die Schollen, und stolz auf seinen Mut schlief der kleine Pinguin Pips zufrieden ein. Schlaf gut, Pips. Gute Nacht.