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Der kleine Marienkäfer fliegt zum ersten Mal

Mut machen · Selbstvertrauenab 3 3 Min.
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Auf einem grünen Blatt im Garten saß ein kleiner Marienkäfer namens Max. Alle anderen Marienkäfer flogen schon fröhlich von Blume zu Blume. Nur Max saß noch immer auf seinem Blatt. Unter seinen hübschen roten Flügeldecken hatte er zarte Flügel, doch er hatte sie noch nie benutzt. „Fliegen sieht so hoch und gefährlich aus“, dachte er.

„Komm, Max, flieg mit uns!“, riefen die anderen Marienkäfer aus der Luft. „Es ist wunderbar da oben!“ Doch Max schüttelte den Kopf. „Was, wenn ich abstürze? Was, wenn meine Flügel nicht tragen?“ Er klammerte sich lieber an sein sicheres Blatt und schaute den anderen sehnsüchtig beim Fliegen zu.

Seine Mama landete sanft neben ihm. „Mein kleiner Max“, sagte sie liebevoll, „du hast wunderschöne, starke Flügel. Sie warten nur darauf, dass du ihnen vertraust. Du musst dich gar nicht weit hinauswagen – fang einfach mit einem kleinen Sprung an. Ich bin direkt bei dir.“ Max schaute unsicher auf den Rand des Blattes.

„Ein kleiner Sprung?“, fragte Max. „Ein ganz kleiner“, sagte Mama. „Klapp deine roten Flügeldecken auf, lass deine Flügel frei und spring. Sie tragen dich, das verspreche ich dir.“ Max holte tief Luft. Sein Herz klopfte. Langsam klappte er seine Flügeldecken auf, und darunter entfalteten sich seine zarten Flügelchen.

Max trat an den Rand des Blattes. Er zählte leise: „Eins … zwei … drei!“ Und dann sprang er. Für einen winzigen Moment fiel er – doch dann begannen seine Flügel ganz von allein zu schwirren, schnell und sicher, und Max stieg in die Luft! „Ich fliege!“, rief er staunend. „Ich fliege wirklich!“

Es war herrlich! Der Wind trug Max sanft durch den Garten, vorbei an duftenden Blumen und summenden Bienen. Er schaukelte und kreiste und ließ sich von einer Blüte zur nächsten treiben. „Warum hatte ich nur solche Angst?“, lachte er. „Fliegen ist das Schönste auf der Welt!“

Die anderen Marienkäfer jubelten, als Max zu ihnen stieß. Gemeinsam flogen sie durch den sonnigen Garten, und Max war so stolz und glücklich wie nie zuvor. Er hatte sich nur trauen müssen – und nun stand ihm der ganze Himmel offen.

Als der Abend kam, ließ sich Max müde, aber überglücklich auf einer warmen Blüte nieder. „Ich kann fliegen“, dachte er stolz und klappte seine roten Flügeldecken wieder zu. „Ich musste nur den Mut für den ersten Sprung finden.“ Zufrieden schloss er die Augen und schlief glücklich ein. Schlaf gut, kleiner Max.