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Der kleine Käfer auf großer Reise

Mut machen · Selbstvertrauenab 3 3 Min.
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Auf einer kleinen Wiese lebte ein winziger Käfer namens Knopf. Knopf kannte jeden Grashalm und jede Blume auf seiner Wiese. Doch er fragte sich oft: „Was gibt es wohl jenseits der Wiese? Wie sieht die große, weite Welt aus?“ Eines Tages beschloss er, es herauszufinden. „Ich gehe auf eine große Reise!“

Die anderen Käfer warnten ihn. „Die Welt da draußen ist riesig und gefährlich für so einen kleinen Käfer“, sagten sie. „Bleib lieber auf der sicheren Wiese.“ Doch Knopfs Neugier war größer als seine Angst. „Ich möchte die Welt sehen“, sagte er entschlossen und krabbelte tapfer los, dem Rand der Wiese entgegen.

Knopf krabbelte über einen riesigen Grashalm, der für ihn so hoch war wie ein Baum. Er kletterte über einen Stein, der für ihn ein ganzer Berg war. Und er überquerte eine Pfütze, die für ihn ein großer See war, indem er auf einem treibenden Blatt hinüberschipperte. „Das ist ja ein richtiges Abenteuer!“, freute er sich.

Manchmal wurde Knopf ein bisschen mulmig, wenn ein großer Vogel über ihm kreiste oder der Wind ihn fast wegblies. Doch jedes Mal versteckte er sich geschickt unter einem Blatt, atmete tief durch und krabbelte dann mutig weiter. „Ein Käferbein nach dem anderen“, sagte er sich. „Ich schaffe das.“

Schließlich erklomm Knopf einen besonders hohen Halm am Rand der Wiese – und was er von dort oben sah, ließ ihn vor Staunen fast vom Halm fallen. Vor ihm breitete sich die weite Welt aus: ein großer Wald, ein glitzernder Fluss, bunte Blumenfelder und in der Ferne sogar Berge. „Wie wunderschön und riesig die Welt ist!“, flüsterte Knopf ergriffen.

Knopf saß lange da und bestaunte all die Wunder. Er sah Schmetterlinge über die Felder tanzen, hörte das Rauschen des Flusses und roch den Duft ferner Blumen. Sein kleines Käferherz war ganz voll von all der Schönheit. „Ich bin so froh, dass ich mich getraut habe“, dachte er. „Das hätte ich sonst nie gesehen.“

Als der Abend kam, machte sich Knopf zufrieden auf den Heimweg zu seiner Wiese. Er hatte die große Welt gesehen und war mutig gewesen. Und er merkte: Auch wenn die Welt riesig und wunderschön war – seine kleine, vertraute Wiese war und blieb sein liebstes Zuhause.

Wieder daheim, erzählte Knopf den anderen Käfern begeistert von all den Wundern, die er gesehen hatte. Dann kuschelte er sich müde unter sein Lieblingsblatt. „Die Welt ist groß und schön“, dachte er glücklich, „und ich war mutig genug, sie zu entdecken.“ Zufrieden schlief der kleine Käfer ein. Schlaf gut, kleiner Knopf.