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Der kleine Bär lernt schwimmen

Mut machen · Selbstvertrauenab 3 3 Min.
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An einem heißen Sommertag ging der kleine Bär Balu mit seiner Mama zum großen Waldsee. Mama Bär liebte es, im kühlen Wasser zu schwimmen und sich abzukühlen. Doch Balu blieb lieber am Ufer und tappte nur ein bisschen im flachen Wasser herum. „Der See ist so groß und tief“, sagte er. „Da traue ich mich nicht hinein.“

„Komm, Balu, schwimm mit mir!“, rief Mama aus dem Wasser. „Das ist herrlich erfrischend!“ Doch Balu schüttelte den Kopf und setzte sich ans Ufer. „Was, wenn ich untergehe?“, dachte er ängstlich. Sehnsüchtig schaute er zu, wie Mama vergnügt durch das kühle Wasser paddelte.

Mama Bär kam ans Ufer und setzte sich zu ihm. „Mein kleiner Balu“, sagte sie sanft, „weißt du, wir Bären können wunderbar schwimmen. Unser dickes Fell hält uns ganz von allein oben. Aber du musst es nicht eilig haben. Wir gehen ganz langsam – erst nur die Tatzen, dann ein bisschen weiter. Ich bin die ganze Zeit bei dir.“

Balu fasste Mut. Vorsichtig tappte er mit den Vordertatzen ins kühle Wasser. Es kitzelte angenehm zwischen den Krallen. „Gar nicht schlimm“, dachte er. Dann watete er ein Stück weiter, bis das Wasser seinen Bauch erreichte. Mama blieb immer dicht an seiner Seite. „Du machst das großartig“, ermutigte sie ihn.

„Und jetzt“, sagte Mama, „paddel einfach mit den Tatzen, so wie ich.“ Balu paddelte vorsichtig – und auf einmal spürte er, wie das Wasser ihn trug. Seine Tatzen hoben vom Grund ab, und er schwamm! „Mama, ich schwimme!“, rief er überrascht und glücklich. Sein dickes Fell hielt ihn ganz von allein oben, genau wie Mama gesagt hatte.

Vor lauter Freude paddelte Balu im Kreis, planschte und tauchte sogar ein bisschen. Das kühle Wasser war herrlich an dem heißen Tag, und das Schwimmen machte riesigen Spaß. „Warum hatte ich nur solche Angst?“, lachte er. „Schwimmen ist ja wunderbar!“ Gemeinsam mit Mama schwamm er kreuz und quer durch den See.

„Du hast es geschafft, Balu!“, freute sich Mama stolz. „Du musstest dich nur langsam herantrauen.“ Balu strahlte. Den ganzen Nachmittag schwamm und planschte er im kühlen See und konnte gar nicht genug bekommen. Aus dem ängstlichen kleinen Bären war ein fröhlicher Schwimmer geworden.

Am Abend, müde und glücklich, mit noch ein bisschen feuchtem Fell, kuschelte sich Balu in seine Höhle. „Ich kann schwimmen“, dachte er stolz, „ich musste mich nur trauen.“ Zufrieden und ein wenig erschöpft vom vielen Planschen schlief der kleine Bär ein. Schlaf gut, kleiner Balu.