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Der Junge, der die Sterne malte

Selbstvertrauenab 7 5 Min.
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In einem kleinen Dorf lebte ein Junge namens Elia, der über alles gern malte. Mit seinen Pinseln und Farben zauberte er die schönsten Bilder: leuchtende Blumen, weite Wälder und vor allem den Sternenhimmel, den er besonders liebte. Doch Elia war unsicher. „Meine Bilder sind bestimmt nicht gut genug“, dachte er. „Die anderen können das viel besser.“

Weil Elia so an sich zweifelte, traute er sich nicht, seine Bilder herzuzeigen. Er versteckte sie unter seinem Bett, wo niemand sie sehen konnte. „Wozu malen, wenn es sowieso niemand schön findet?“, seufzte er. Eines Abends, als er traurig sein neuestes Sternenbild betrachtete, schlief er über seinen Farben ein.

Mitten in der Nacht wachte Elia von einem sanften Leuchten auf. Sein gemaltes Sternenbild glühte! Und dann geschah etwas Wunderbares: Die gemalten Sterne lösten sich vom Papier und schwebten als echte, funkelnde Lichter durch sein Zimmer. „Komm mit, Elia“, flüsterte einer der Sterne. „Wir möchten dir etwas zeigen.“

Die Sterne trugen Elia hinauf in den Nachthimmel. Dort sah er zu seinem Erstaunen, dass der Himmel an einer Stelle ganz dunkel und leer war – als fehlten dort die Sterne. „Hier“, sagten die Sterne, „brauchen wir deine Hilfe. Mal uns neue Sterne, Elia. Deine Bilder haben eine besondere Kraft.“ Elia zögerte. „Aber meine Bilder sind doch nicht gut genug.“

„Versuch es einfach“, ermutigten ihn die Sterne. Elia holte tief Luft, nahm seinen Pinsel und begann zu malen – Sterne, wie er sie am liebsten malte, mit ganzem Herzen. Und siehe da: Jeder Stern, den er malte, erwachte zum Leben und stieg leuchtend in den dunklen Himmel auf, bis die leere Stelle wieder voller funkelnder Lichter war.

Elia traute seinen Augen nicht. Seine Bilder – die er für nicht gut genug gehalten hatte – erweckten den ganzen Himmel zum Leuchten! „Siehst du“, sagten die Sterne. „Deine Kunst macht die Welt heller. Du musst nicht perfekt sein. Du musst nur mit dem Herzen malen.“ Elia spürte, wie Stolz und Freude in ihm aufstiegen.

Am nächsten Morgen erwachte Elia in seinem Zimmer. War alles nur ein Traum gewesen? Doch als er aus dem Fenster schaute, funkelte der Himmel besonders hell. Elia lächelte. Von da an versteckte er seine Bilder nicht mehr. Er zeigte sie stolz herum, und alle im Dorf staunten, wie wunderschön sie waren.

Am Abend hängte Elia sein schönstes Sternenbild über sein Bett. „Meine Kunst ist gut genug“, dachte er glücklich, „weil ich sie mit dem Herzen mache.“ Zufrieden und voller neuer Ideen für morgen kuschelte er sich ein. Während draußen seine Sterne funkelten, schlief Elia stolz und glücklich ein. Gute Nacht, kleiner Elia.