Hoch am Nachthimmel funkelte ein kleines Sternenkind namens Funki. Funki hatte eine ganz besondere Aufgabe: Es hörte die Wünsche der Kinder auf der Erde, die sie sich von den Sternen wünschten, und half, sie wahr werden zu lassen. Eines Abends hörte Funki eine leise, traurige Stimme von der Erde. Ein kleines Mädchen namens Lea schaute zum Himmel hinauf und flüsterte einen Wunsch.
„Lieber Stern“, flüsterte Lea, „ich wünsche mir so sehr, dass mein kranker kleiner Bruder bald wieder gesund wird und mit mir spielen kann. Bitte, lieber Stern, hilf ihm.“ Eine Träne kullerte über Leas Wange. Funki hörte den Wunsch und wurde ganz nachdenklich. „Das ist ein Wunsch von Herzen“, dachte es. „Dem muss ich helfen.“
Doch Funki wusste: Ein Sternenkind kann niemanden einfach so gesund zaubern. „Aber“, überlegte Funki, „ich kann dem kleinen Bruder Mut und Trost schicken, damit er die Kraft findet, wieder gesund zu werden.“ Und so ließ Funki sein Licht ganz besonders warm und tröstend durch das Fenster des kranken kleinen Jungen scheinen, die ganze Nacht hindurch.
Das warme Sternenlicht legte sich sanft über den kleinen, kranken Jungen. Es wärmte ihn und schenkte ihm schöne, ruhige Träume. „Wie warm und freundlich der Stern heute leuchtet“, dachte der Junge im Halbschlaf und fühlte sich gleich ein bisschen besser und getröstet. Nacht für Nacht schickte Funki ihm sein wärmendes Licht und gab ihm Kraft und Hoffnung.
Auch Lea schickte Funki tröstendes Licht. „Hab keine Angst, liebe Lea“, leuchtete es ihr zu. „Dein Bruder ist nicht allein. Wir wachen über ihn.“ Lea fühlte sich durch das warme Sternenlicht weniger allein mit ihrer Sorge. Jeden Abend saß sie am Fenster, schaute zu Funki hinauf und schöpfte neue Hoffnung.
Die Tage vergingen, und mit der liebevollen Pflege seiner Familie, dem Mut, den er fand, und dem wärmenden Sternenlicht wurde der kleine Bruder langsam wieder gesund. Eines Abends sah Funki die beiden Geschwister zum ersten Mal wieder zusammen am Fenster sitzen und lachen. Leas Bruder war gesund! „Er ist wieder gesund!“, jubelte Lea und schaute glücklich zum Himmel.
„Danke, lieber Stern!“, rief Lea hinauf. „Mein Wunsch ist wahr geworden! Du hast meinem Bruder geholfen!“ Funki funkelte vor Freude so hell, wie es nur konnte. Es hatte zwar nicht gezaubert, aber es hatte dem kranken Jungen Mut, Trost und Wärme geschenkt – und das hatte ihm geholfen, wieder gesund zu werden.
Funki war überglücklich. „Manchmal“, dachte es, „kann man einen Wunsch nicht einfach erfüllen. Aber man kann jemandem Mut und Trost schenken, damit er die Kraft findet, ihn selbst wahr werden zu lassen.“ Und das, fand Funki, war die schönste Sternenmagie von allen.
Am Morgen, als der Himmel hell wurde, kuschelte sich Funki müde und zufrieden in eine weiche Wolke. „Heute durfte ich einem Kind helfen“, dachte es glücklich. Unten auf der Erde spielten Lea und ihr gesunder Bruder im Morgenlicht. Der Himmel färbte sich rosa, die Sterne verblassten sanft, und mit einem warmen, glücklichen Herzen schlief das kleine Sternenkind Funki zufrieden ein. Schlaf gut, Funki. Gute Nacht.
