Mach es dir ganz gemütlich, kuschle dich warm ein und schließ deine Augen. Heute reisen wir hinauf an den Nachthimmel, zu den kleinen Sternenkindern, und besuchen das Sternenkind Suni. Atme tief ein … und ganz langsam wieder aus. Stell dir vor, die Sternenkinder haben die ganze Nacht über der Erde gefunkelt, und nun, da der Morgen naht, ist es für sie Zeit zum Schlafen.
Im weichen Sternenfeld, gebettet auf eine flauschige Wolke, liegt das kleine Sternenkind Suni. Doch Suni kann nicht einschlafen. Es funkelt noch ganz aufgeregt und kullert hin und her auf seiner Wolke. „Ich bin gar nicht müde“, seufzt Suni. Da kommt die Sternenmutter, ein sanftes, warm leuchtendes Wesen, und setzt sich zu ihm. „Komm, mein Kleines“, sagt sie leise. „Ich zeige dir, wie der ganze Himmel zur Ruhe kommt.“
„Schau dich um“, flüstert die Sternenmutter. „Die anderen Sternenkinder machen sich auch bereit zum Schlafen. Sie lassen ihr Funkeln ganz langsam weicher werden und dämmen ihr Licht, eins nach dem anderen, wie kleine Laternen, die sanft erlöschen.“ Suni schaut, und tatsächlich – überall am Himmel wird das helle Funkeln der Sternenkinder weicher und sanfter. Sunis Atem wird langsamer.
„Hör, wie still es hier oben ist“, sagt die Sternenmutter sanft. Im Sternenfeld gibt es keinen Lärm, keine Eile. Nur eine tiefe, weiche Stille, wie ein warmer Mantel aus Licht, der sich über alles legt. Suni lauscht der Stille, und sie macht es ganz ruhig. Seine Augenlider werden schwer wie zwei kleine Sternenfunken.
„Schau hinunter zur Erde“, flüstert die Sternenmutter. Weit unten dämmert langsam der Morgen, und die Welt erwacht sanft. „Die Kinder auf der Erde wachen jetzt auf, behütet und ausgeruht, weil wir die ganze Nacht über sie gewacht haben. Und jetzt, da sie wach werden, dürfen wir Sternenkinder schlafen.“ Suni schaut die ferne, erwachende Erde an, und ein warmes, zufriedenes Gefühl breitet sich in ihm aus.
Die Sternenmutter streicht Suni sanft über sein leuchtendes Köpfchen. „Spürst du, wie leicht und ruhig du wirst?“, flüstert sie. „Deine Wolke ist weich und warm, der Himmel ist still, und alles ist friedlich. Du musst gar nichts tun. Lass dich einfach von der Ruhe des Himmels tragen.“ Suni atmet tief ein und langsam wieder aus, und mit jedem Atemzug wird es müder.
Rings um Suni dämmt sich das Funkeln der anderen Sternenkinder zu einem sanften, warmen Glimmen. Eine weiche, rosige Morgenröte zieht langsam über den Himmel. Alle Sternenkinder ruhen nun friedlich auf ihren weichen Wolken. Alle Gedanken der langen Nacht werden bei Suni ganz leicht und schweben davon, hinaus in den weiten, ruhigen Himmel.
„Es ist Zeit zu schlafen, mein kleines Sternenkind“, flüstert die Sternenmutter und deckt Suni mit einer Decke aus weichem Wolkenflaum zu. Suni fühlt sich warm und sicher und geborgen. Seine Augen sind ganz schwer, sein Funkeln wird ganz sanft, und eine wohlige Müdigkeit hüllt es ein.
Atme noch einmal tief ein … und ganz langsam aus, genau wie das kleine Sternenkind Suni. Über dir zieht die sanfte Morgenröte auf, die Wolken sind weich und warm, und der ganze Himmel kommt zur Ruhe. Jetzt darfst auch du ganz loslassen und in deine Träume gleiten. „Schlaf gut“, flüstert die Sternenmutter. Träum schön vom weiten, funkelnden Himmel. Gute Nacht.
