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Das schüchterne Monster findet einen Freund

Selbstvertrauen · Freundschaftab 3 4 Min.
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Das kleine Monster Plü war ein liebes, flauschiges Wesen mit großen Kulleraugen und weichen, lila Zotteln. Doch Plü war furchtbar schüchtern. Während die anderen kleinen Monster fröhlich miteinander tobten, saß Plü lieber allein in einer Ecke der Monsterwiese und schaute nur zu. „Was, wenn die anderen mich nicht mögen?“, dachte Plü. „Was, wenn ich etwas falsch mache?“

Wie gern hätte Plü mitgespielt! Die anderen Monster kullerten Hügel hinunter, spielten Fangen und lachten dabei. Doch jedes Mal, wenn Plü sich näherte, verließ es der Mut, und es zog sich wieder in seine Ecke zurück. „Ich werde wohl immer allein bleiben“, dachte Plü traurig und ließ seine Zotteln hängen.

Plüs Mama bemerkte, wie einsam ihr Kleines war. „Warum spielst du nicht mit den anderen Monstern, mein Schatz?“, fragte sie sanft. „Ich trau mich nicht“, gestand Plü. „Ich kenne sie nicht richtig.“ Mama lächelte. „Weißt du, wie eine Freundschaft anfängt? Mit einem einzigen freundlichen Hallo. Das ist der erste Schritt. Mehr braucht es gar nicht.“

Plü fasste sich ein Herz. Es sah ein anderes kleines Monster, das ein bisschen abseits saß und mit einem Stein spielte. Plüs Herz klopfte, aber es dachte an Mamas Worte. Langsam tapste es hinüber. „H-hallo“, sagte Plü schüchtern. „Ich bin Plü. Magst du … magst du vielleicht mit mir spielen?“ Das andere Monster schaute auf und strahlte über sein ganzes flauschiges Gesicht.

„Hallo, Plü! Ja, so gern!“, rief das Monster. „Ich bin Knuff. Ich bin auch ein bisschen schüchtern und habe mich nicht getraut, die anderen zu fragen. Wie schön, dass du gekommen bist!“ Plü konnte sein Glück kaum fassen. Knuff war genauso schüchtern gewesen wie es selbst! Und schon spielten die beiden zusammen, kullerten Hügel hinunter und lachten.

Es machte riesigen Spaß. Plü und Knuff bauten eine Höhle aus weichem Moos, spielten Verstecken zwischen den Büschen und kicherten über die lustigsten Dinge. Plü merkte, dass das Spielen mit einem Freund das Schönste auf der Welt war. „Es war gar nicht so schwer“, dachte Plü glücklich. „Ich musste mich nur trauen, Hallo zu sagen.“

Bald gesellten sich auch andere kleine Monster dazu, und Plü merkte, dass alle ganz freundlich waren. Niemand lachte es aus, im Gegenteil – alle freuten sich, dass Plü mitspielte. „Schön, dass du da bist, Plü!“, riefen sie. Aus dem schüchternen kleinen Monster, das immer allein in der Ecke gesessen hatte, war ein fröhlicher Spielkamerad geworden.

„Siehst du?“, sagte Plüs Mama am Abend lächelnd. „Du musstest dich nur einmal trauen. Und der erste Schritt war der schwerste.“ Plü nickte glücklich. Es hatte gelernt, dass hinter der Schüchternheit oft die schönsten Freundschaften warten – man muss nur den Mut finden, Hallo zu sagen.

Am Abend, müde und glücklich nach einem Tag voller Spiel, kuschelte sich Plü in sein weiches Bett. „Heute habe ich mich getraut“, dachte es zufrieden, „und einen Freund gefunden.“ Der Mond schien sanft herein, alles war warm und gemütlich, und mit einem warmen, mutigen Herzen schlief das kleine Monster Plü zufrieden ein. Schlaf gut, Plü. Gute Nacht.