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Das Mondkind und sein Freund auf der Erde

Freundschaft · Gefühle (Wut/Angst)ab 5 4 Min.
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Auf dem Mond lebte ein kleines Mondkind namens Juma. Jede Nacht schaute Juma von seinem silbernen Zuhause hinunter zur Erde und beobachtete die Menschen. Besonders einen kleinen Jungen hatte Juma ins Herz geschlossen. Der Junge hieß Theo, saß jeden Abend traurig an seinem Fenster und schaute zum Mond hinauf. „Warum ist er nur so traurig?“, fragte sich Juma.

Eines Abends beschloss Juma, dem Jungen ein Zeichen zu geben. Es ließ sein Mondlicht ganz besonders warm und freundlich auf Theos Fenster scheinen, sodass ein sanfter, silberner Strahl genau auf den traurigen Jungen fiel. Theo schaute auf und bemerkte das warme Leuchten. „Der Mond scheint heute so freundlich“, dachte er, und ein kleines Lächeln huschte über sein Gesicht.

Von da an schickte Juma dem Jungen jede Nacht einen warmen Mondstrahl. Und Theo begann, mit dem Mond zu sprechen, als wäre er ein Freund. „Hallo, lieber Mond“, sagte er leise. „Ich war heute traurig, weil ich in der neuen Schule noch keine Freunde habe.“ Juma hörte jedes Wort und schickte ihm noch mehr warmes, tröstendes Licht. Theo fühlte sich gleich weniger allein.

Nacht für Nacht erzählte Theo dem Mond von seinem Tag, von seinen Sorgen und kleinen Freuden. Und Juma hörte aufmerksam zu und antwortete mit seinem Licht – mal warm und tröstend, mal hell und fröhlich. So entstand zwischen dem Mondkind und dem Jungen eine wunderbare Freundschaft, ganz ohne Worte, nur über das sanfte Mondlicht.

„Weißt du, lieber Mond“, sagte Theo eines Abends, „seit ich mit dir rede, fühle ich mich gar nicht mehr so allein. Du bist mein Freund.“ Juma wurde ganz warm ums Herz. Es ließ sein Licht besonders hell leuchten, um Theo zu zeigen, dass es ihn auch als Freund hatte. Theo verstand und lächelte glücklich zum Mond hinauf.

Mit der Zeit wurde Theo durch die nächtlichen Gespräche mit seinem Mondfreund immer mutiger und fröhlicher. Eines Tages traute er sich, in der Schule ein anderes Kind anzusprechen – und fand endlich einen echten Freund zum Spielen. An diesem Abend strahlte Theo, als er dem Mond davon erzählte. „Ich habe einen Freund gefunden!“, rief er glücklich. „Und das verdanke ich dir, lieber Mond!“

Juma freute sich von ganzem Herzen für seinen kleinen Erdenfreund. „Du hast es ganz allein geschafft“, hätte es am liebsten gesagt. „Ich habe nur ein bisschen Mut-Licht geschickt.“ Auch wenn Theo nun einen Freund zum Spielen hatte, vergaß er seinen Mondfreund nie. Jeden Abend schaute er noch zum Mond hinauf und sagte gute Nacht.

„Gute Nacht, lieber Mond“, flüsterte Theo. „Danke, dass du immer für mich da bist.“ Und Juma ließ sein Licht ganz sanft und warm leuchten, als wollte es sagen: „Gute Nacht, lieber Theo. Schlaf gut.“ So wachte das Mondkind treu über seinen Freund, Nacht für Nacht, und keiner von beiden war je wieder ganz allein.

Am Ende der Nacht, als Theo längst friedlich schlief, kuschelte sich auch Juma zufrieden in den weichen Mondstaub. „Ich habe einen Freund auf der Erde“, dachte es glücklich. Die Sterne funkelten rings um den Mond, unten leuchtete die schlafende Erde, und mit einem warmen Herzen voller Freundschaft schlief das kleine Mondkind Juma zufrieden ein. Schlaf gut, Juma. Gute Nacht.