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Das Mondkind, das nicht einschlafen konnte

Gefühle (Wut/Angst)ab 3 3 Min.
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Mach es dir ganz gemütlich, kuschle dich warm ein und schließ deine Augen. Heute reisen wir hinauf zum Mond, zu den kleinen Mondbewohnern, und besuchen das Mondkind Nuno. Atme tief ein … und ganz langsam wieder aus. Stell dir vor, der Mond hat seine Arbeit getan und über der schlafenden Erde geleuchtet, und nun ist es auch auf dem Mond Zeit zum Schlafen.

Auf dem Mond, in einem weichen Bett aus silbernem Mondstaub, liegt das kleine Mondkind Nuno. Doch Nuno kann nicht einschlafen. Es ist noch ganz munter und kullert hin und her im weichen Staub. „Ich bin gar nicht müde“, seufzt Nuno. Da kommt die Mondmutter, ein sanftes Mondwesen mit schimmerndem Fell, und setzt sich zu ihm. „Komm, mein Kleines“, sagt sie leise. „Ich zeige dir, wie der ganze Mond zur Ruhe kommt.“

„Schau dich um“, flüstert die Mondmutter. „Die anderen Mondbewohner machen sich auch bereit zum Schlafen. Sie kuscheln sich in den weichen Mondstaub und schließen langsam ihre leuchtenden Augen, eins nach dem anderen.“ Nuno schaut, und tatsächlich – überall in der Silberstadt werden die kleinen Lichter der Mondkinder sanft gedämpft, als löschten sie ihre Laternen zur Nacht. Nunos Atem wird langsamer.

„Hör, wie still es auf dem Mond ist“, sagt die Mondmutter sanft. Auf dem Mond gibt es keinen Lärm, keine Eile. Nur eine tiefe, weiche Stille, wie ein warmer Mantel, der sich über alles legt. Nuno lauscht der Stille, und sie macht ihn ganz ruhig. Seine Augenlider werden schwer wie zwei kleine Mondsteine.

„Schau hinunter zur Erde“, flüstert die Mondmutter. Weit unten leuchtet die blaue Erde ganz sanft. „Dort schlafen jetzt alle Kinder, behütet von unserem Mondlicht. Und so wie sie schlafen, darfst auch du schlafen.“ Nuno schaut die ferne, friedliche Erde an, und ein warmes, ruhiges Gefühl breitet sich in ihm aus.

Die Mondmutter streicht Nuno sanft über das weiche Fell. „Spürst du, wie leicht und ruhig du wirst?“, flüstert sie. „Der Mondstaub ist weich und warm, die Sterne funkeln über dir, und alles ist friedlich. Du musst gar nichts tun. Lass dich einfach von der Ruhe des Mondes tragen.“ Nuno atmet tief ein und langsam wieder aus, und mit jedem Atemzug wird es müder.

Rings um den Mond funkeln die Sterne ganz leise, wie tausend kleine Nachtlichter. Ein sanftes, silbernes Glimmen liegt über der ganzen Mondstadt. Alle Mondbewohner schlafen nun friedlich in ihren weichen Betten aus Mondstaub. Alle Gedanken des Tages werden bei Nuno ganz leicht und schweben davon, hinaus zwischen die funkelnden Sterne.

„Es ist Zeit zu schlafen, mein kleines Mondkind“, flüstert die Mondmutter und deckt Nuno mit einer Decke aus weichem Sternenstaub zu. Nuno fühlt sich warm und sicher und geborgen. Seine Augen sind ganz schwer, sein Atem geht langsam und tief, und eine wohlige Müdigkeit hüllt es ein.

Atme noch einmal tief ein … und ganz langsam aus, genau wie das kleine Mondkind Nuno. Über dir funkeln die Sterne, der Mondstaub ist weich und warm, und der ganze Mond schläft friedlich. Jetzt darfst auch du ganz loslassen und in deine Träume gleiten. „Schlaf gut“, flüstert die Mondmutter. Träum schön vom stillen, silbernen Mond. Gute Nacht.