Das kleine Monster Schlick liebte Schlammkekse über alles. Einen ganzen Tag lang hatte es die leckersten, matschigsten Schlammkekse gebacken und zu einem großen Berg aufgestapelt. „Was für ein herrlicher Keksberg“, freute sich Schlick und schmatzte. „Die sind alle für mich ganz allein. Die teile ich mit niemandem.“ Es setzte sich davor und mampfte den ersten Keks.
Da kam sein Freund, das kleine Monster Matsch, vorbeigeschlurft. Es sah müde und hungrig aus. „Hallo Schlick“, sagte Matsch. „Oh, was für ein toller Schlammkeksberg! Ich habe heute noch gar nichts gegessen, und mein Bauch knurrt ganz fürchterlich. Würdest du mir vielleicht ein paar Kekse abgeben?“ Schlick zögerte und schob seinen Keksberg ein Stück von Matsch weg.
„Aber ich habe sie doch alle selbst gebacken“, sagte Schlick. „Wenn ich teile, habe ich weniger.“ Einen Moment lang wollte Schlick sein Freund einfach wegschicken. Doch dann sah es, wie hungrig Matsch war und wie sehnsüchtig es auf die Kekse schaute. Schlick stellte sich vor, wie schlecht es ihm selbst ginge, wenn es so hungrig wäre und niemand ihm etwas abgäbe.
„Weißt du was?“, sagte Schlick und schob den Keksberg wieder zurück. „Komm her, Matsch. Ich habe so viele Schlammkekse, dass ich sie allein gar nicht alle aufessen kann. Lass uns teilen.“ Matschs Augen leuchteten. „Wirklich? Oh, danke, Schlick!“ Gemeinsam setzten sich die beiden Monster vor den Keksberg und mampften die matschigen Kekse.
Und Schlick bemerkte etwas Schönes: Mit Matsch an seiner Seite schmeckten die Schlammkekse viel besser als allein. Sie schmatzten um die Wette, kicherten über ihre matschigen Gesichter und hatten riesigen Spaß. „Das ist viel netter als allein zu essen“, sagte Schlick überrascht. „Ich dachte, Teilen macht mich ärmer. Aber jetzt habe ich Gesellschaft und einen fröhlichen Freund.“
„Geteilte Schlammkekse schmecken eben am besten“, sagte Matsch mit vollem Mund. „Danke, dass du so großzügig bist, Schlick.“ Schlick fühlte sich richtig gut. Das warme Gefühl, jemandem geholfen und eine Freude gemacht zu haben, war schöner als der größte Keksberg der Welt. „Ich teile von jetzt an immer“, beschloss Schlick.
Am nächsten Tag half Matsch dem kleinen Schlick beim Schlammkekse-Backen, und zusammen schafften sie doppelt so viele wie zuvor. „Siehst du?“, lachte Matsch. „Zu zweit backt es sich viel leichter. Teilen lohnt sich gleich doppelt.“ Schlick nickte glücklich. Es hatte einen guten Freund gewonnen und gelernt, dass Großzügigkeit das Herz reich macht.
Von da an war Schlick das großzügigste Monster im ganzen Monsterland. Wenn es etwas Leckeres gebacken hatte, teilte es gern, und nie wieder mampfte es allein vor seinem Keksberg. „Geteilte Freude ist die schönste Freude“, sagte es oft, und alle Monster mochten es dafür.
Am Abend, satt und zufrieden, kuschelten sich Schlick und Matsch gemütlich in ihre Betten. „Gute Nacht, Schlick“, gähnte Matsch. „Gute Nacht, Matsch“, murmelte Schlick glücklich. Der Mond schien herein, alles war warm und gemütlich, und mit einem warmen, großzügigen Herzen schlief das kleine Monster Schlick zufrieden ein. Schlaf gut, Schlick. Gute Nacht.
