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Das Eichhörnchen, das seine Nüsse vergaß

Gefühle (Wut/Angst) · Dankbarkeitab 5 4 Min.
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Im großen Wald lebte ein fleißiges kleines Eichhörnchen namens Nucki. Im Herbst sammelte es eifrig Nüsse und Eicheln und versteckte sie an vielen verschiedenen Orten im Wald – unter Wurzeln, in Astlöchern, im weichen Moos. „So habe ich den ganzen Winter genug zu essen“, freute sich Nucki.

Doch als der Winter kam und Nucki hungrig nach seinen Verstecken suchte, gab es ein Problem: Es hatte vergessen, wo es die meisten Nüsse versteckt hatte! Es grub hier und dort, doch von vielen Verstecken fand es keine Spur mehr. „Oh nein“, jammerte Nucki. „Ich habe doch so viele Nüsse versteckt, und jetzt finde ich sie nicht!“

Nucki war ganz verzweifelt und ein bisschen wütend auf sich selbst. „Wie konnte ich nur so vergesslich sein?“, schimpfte es. Zum Glück fand es wenigstens ein paar seiner Verstecke, sodass es nicht hungern musste. Doch viele, viele Nüsse blieben tief in der Erde vergraben, vergessen und unentdeckt.

Der alte Uhu, der alles vom Baum aus beobachtete, sah Nuckis Kummer. „Sei nicht traurig, kleines Eichhörnchen“, rief er. „Dass du ein paar Nüsse vergessen hast, ist gar nicht schlimm. Im Gegenteil – warte nur bis zum Frühling, dann wirst du sehen, was Gutes daraus entsteht.“ Nucki verstand nicht, was der Uhu meinte, aber es wartete.

Der Winter verging, und der Frühling kam in den Wald. Die Sonne wärmte den Boden, und es regnete sanft. Und da geschah etwas Wunderbares: Überall dort, wo Nucki seine Nüsse und Eicheln vergessen hatte, sprossen kleine grüne Triebe aus der Erde! Aus den vergrabenen Nüssen wuchsen winzige Bäumchen.

Nucki staunte. „Aus meinen vergessenen Nüssen werden Bäume?“ „Genau“, sagte der Uhu zufrieden. „Jede vergessene Nuss kann zu einem großen Baum heranwachsen. Du hast, ohne es zu wollen, einen ganzen neuen Wald gepflanzt! In vielen Jahren werden hier hohe Bäume stehen, voller Nüsse für deine Kinder und Enkel.“

Da wurde Nucki ganz warm ums Herz. Sein Vergessen war gar kein Fehler gewesen, sondern ein Geschenk für den Wald. „Ich habe einen Wald gepflanzt!“, freute es sich und hüpfte zwischen den kleinen Bäumchen umher. „Dann war es ja gut, dass ich ein paar Nüsse vergessen habe.“

Am Abend, zufrieden und versöhnt mit sich selbst, kuschelte sich Nucki in sein gemütliches Nest. „Manchmal“, dachte es schläfrig, „entsteht aus einem kleinen Fehler etwas richtig Schönes.“ Während draußen die jungen Bäumchen im Mondlicht standen, schlief das kleine Eichhörnchen glücklich ein. Schlaf gut, kleiner Nucki.