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Das bunte Monster, das anders aussah

Selbstvertrauenab 5 4 Min.
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In der Monsterhöhle lebten viele kleine Monster, und fast alle waren einfarbig: blaue, grüne, rote und lila Monster. Nur eines war ganz anders: das kleine Monster Tupf. Tupf war kunterbunt, über und über mit Punkten, Streifen und Tupfen in allen Farben des Regenbogens. „Warum bin ich nur so anders?“, seufzte Tupf. „Alle anderen haben eine schöne, gleichmäßige Farbe. Nur ich bin so bunt zusammengewürfelt.“

Manchmal fühlte sich Tupf ganz allein mit seinen vielen Farben. „Wenn ich doch nur einfarbig wäre wie die anderen“, dachte es. Es versuchte sogar, sich im Schlamm einzureiben, um die Punkte zu verstecken. Doch sobald es sich wusch, leuchteten die bunten Tupfen wieder hervor. „Ich werde nie dazugehören“, dachte Tupf betrübt.

Die weise alte Monster-Oma bemerkte Tupfs Kummer. „Warum so traurig, kleiner Tupf?“, fragte sie. „Ich bin so bunt und anders“, klagte Tupf. „Alle anderen sind einfarbig, nur ich nicht. Ich passe nicht dazu.“ Die Monster-Oma lächelte. „Mein Kind“, sagte sie, „komm einmal mit zum großen Monsterfest heute Abend. Du wirst sehen, wie wertvoll deine Buntheit ist.“

Am Abend versammelten sich alle Monster zum großen Fest auf der Wiese. Es sollte ein Versteckspiel im Dunkeln geben, das Lieblingsspiel der kleinen Monster. Doch es gab ein Problem: Im Dunkeln konnten sich die einfarbigen Monster gar nicht finden. „Wo seid ihr alle?“, riefen sie und stolperten umher. „Es ist so dunkel, wir sehen uns ja gar nicht!“

Da hatte die Monster-Oma eine Idee. „Tupf“, rief sie, „komm in die Mitte und dreh dich einmal im Kreis!“ Tupf tat es – und im Dunkeln leuchteten seine bunten Tupfen sanft auf, in Rot, Gelb, Grün und Blau, wie ein fröhliches kleines Lichterfest. „Oh, wie schön!“, riefen alle Monster. „Tupf leuchtet ja bunt im Dunkeln! Jetzt können wir uns alle an ihm orientieren!“

Und so wurde Tupf zum Mittelpunkt des Festes. Seine bunten Tupfen leuchteten so fröhlich, dass sich alle Monster an ihm sammeln konnten und niemand sich mehr im Dunkeln verlor. „Tupf, du bist wunderbar!“, riefen sie. „Ohne deine bunten Farben wäre das Fest im Dunkeln gar nicht gegangen!“ Tupf strahlte – im wahrsten Sinne des Wortes – über sein ganzes buntes Gesicht.

„Siehst du, kleiner Tupf?“, sagte die Monster-Oma. „Deine Buntheit ist kein Makel. Sie ist etwas ganz Besonderes. Kein anderes Monster leuchtet so schön und fröhlich wie du. Gerade weil du anders bist, machst du allen eine Freude.“ Tupf betrachtete seine bunten Tupfen mit ganz neuen Augen und war auf einmal mächtig stolz darauf.

Von diesem Tag an war Tupf stolz auf seine vielen Farben. Es wurde das beliebteste Monster bei allen Festen, denn niemand konnte den dunklen Abend so bunt und fröhlich erleuchten wie Tupf. „Ich bin genau richtig, so wie ich bin“, sagte es. „Kunterbunt und einzigartig.“ Nie wieder wünschte es sich, einfarbig zu sein.

Am Abend, müde und glücklich, kuschelte sich Tupf in sein weiches Bett, und seine bunten Tupfen leuchteten ganz sanft wie kleine Nachtlichter. „Ich bin genau richtig, so bunt wie ich bin“, dachte es zufrieden. Der Mond schien herein, alles war warm und gemütlich, und glücklich mit sich selbst schlief das kunterbunte Monster Tupf ein. Schlaf gut, Tupf. Gute Nacht.