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Astronautin Mia und die mutige Mondlandung

Mut machen · Selbstvertrauenab 7 4 Min.
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Die kleine Mia wollte schon immer Astronautin werden. Sie liebte den Weltraum, die funkelnden Sterne und den großen, silbernen Mond. Eines Tages war es endlich so weit: Mia durfte zum allerersten Mal ganz allein mit ihrer kleinen Rakete zum Mond fliegen. Sie zog ihren weißen Raumanzug an, setzte den runden Helm auf und kletterte in das Cockpit.

„Bereit zum Start?“, fragte die freundliche Stimme aus dem Funkgerät. Es war ihr Lehrer, der vom Kontrollzentrum auf der Erde mit ihr sprach. „Bereit!“, rief Mia, auch wenn ihr Herz ein bisschen klopfte. „Fünf … vier … drei … zwei … eins … Start!“ Mit einem mächtigen Donnern hob die Rakete ab und schoss hinauf in den dunklen, sternenklaren Himmel.

Immer höher flog Mia, durch die Wolken hindurch, bis es um sie herum ganz dunkel und still wurde. Sie war im Weltraum! Durch das runde Fenster sah sie die Erde, eine wunderschöne blaue Kugel, die langsam hinter ihr kleiner wurde. „Wie schön das ist“, flüsterte Mia und staunte. Überall um sie herum funkelten Tausende Sterne.

Vor ihr wurde der Mond immer größer. Doch je näher Mia kam, desto mulmiger wurde ihr. „Jetzt muss ich landen“, dachte sie. „Ganz allein. Was, wenn ich es nicht schaffe? Was, wenn ich etwas falsch mache?“ Ihre Hände zitterten ein wenig an den Steuerknöpfen. Die Mondoberfläche kam näher und näher, grau und voller Krater.

„Mia, alles in Ordnung?“, fragte die Stimme aus dem Funkgerät. „Ich … ich habe ein bisschen Angst vor der Landung“, gestand Mia leise. „Das ist völlig normal“, sagte ihr Lehrer ruhig. „Jeder Astronaut ist beim ersten Mal aufgeregt. Atme tief durch und vertrau auf alles, was du gelernt hast. Du kannst das, Mia. Ich glaube an dich.“

Mia holte tief Luft. Sie dachte an all die Übungsstunden, an alles, was sie gelernt hatte. Langsam wurde ihr Herz ruhiger. „Ich schaff das“, sagte sie zu sich selbst. Vorsichtig zog sie an den Hebeln, ließ die Rakete ganz sacht sinken, immer langsamer, immer ruhiger, genau wie sie es geübt hatte. Die kleinen Landebeine streckten sich aus.

Und dann – ganz sanft – setzte die Rakete auf der Mondoberfläche auf. Ein kleiner Stoß, ein leises Rumpeln, und dann war es still. „Ich bin gelandet!“, jubelte Mia. „Ich bin wirklich auf dem Mond!“ Im Funkgerät hörte sie den Jubel des ganzen Kontrollzentrums. „Großartig gemacht, Mia!“, rief ihr Lehrer stolz.

Vorsichtig stieg Mia aus und machte ihre ersten Hüpfer auf dem Mond. Weil dort alles ganz leicht ist, schwebte sie bei jedem Schritt ein Stück durch die Luft. Sie schaute hinauf und sah die Erde am schwarzen Himmel leuchten, klein und blau und wunderschön. „Ich hatte solche Angst“, dachte sie, „und habe es trotzdem geschafft. Genau das ist Mut.“

Nach einer Weile flog Mia wieder zurück zur Erde, sicher und stolz. Am Abend, als sie müde in ihrem Bett lag, schaute sie aus dem Fenster zum Mond hinauf, auf dem sie heute gewesen war. „Gute Nacht, lieber Mond“, flüsterte sie und lächelte. Die Sterne funkelten, ihr Zimmer war warm und still, und stolz auf ihren Mut schlief die kleine Astronautin Mia glücklich ein. Schlaf gut, Mia. Gute Nacht.