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Äffchen Suri und das große Gewitter

Gefühle (Wut/Angst)ab 3 4 Min.
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Hoch in den Bäumen des Dschungels, in einem gemütlichen Nest aus Blättern, lebte ein kleines Äffchen namens Suri. Suri war fröhlich und neugierig und liebte den Dschungel – bis auf eine Sache: Gewitter. Wenn der Himmel sich verdunkelte und es zu donnern begann, bekam Suri große Angst und zitterte am ganzen Körper.

An diesem Abend zogen schwere, dunkle Wolken über den Dschungel. Ein erster Donner grollte in der Ferne. Suri zuckte zusammen. „Mama!“, rief es und kroch ganz nah an seine Mutter heran. „Ein Gewitter kommt! Ich habe Angst!“ Mama Affe legte sofort ihre warmen Arme um das zitternde Äffchen. „Komm her, mein Schatz“, sagte sie sanft. „Ich bin ganz nah bei dir. Dir passiert nichts.“

Ein heller Blitz zuckte über den Himmel, und kurz darauf krachte ein lauter Donner. Suri presste sich an Mama und hielt sich die Ohren zu. „Was ist das nur?“, wimmerte es. „Warum ist der Himmel so laut und böse?“ Mama streichelte sanft über Suris Rücken. „Der Himmel ist gar nicht böse“, sagte sie ruhig. „Lass mich dir erklären, was da oben passiert.“

„Der Blitz“, sagte Mama, „ist nur ein großes, helles Licht am Himmel, so wie eine riesige Laterne, die kurz aufleuchtet. Und der Donner ist das Geräusch, das dazugehört. Er klingt laut und brummig, aber er kann dir gar nichts tun. Stell dir vor, der Donner ist nur der Himmel, der ganz laut gähnt und sich räkelt, bevor er schlafen geht.“

Suri schaute Mama an. „Der Himmel gähnt?“, fragte es und musste fast ein bisschen kichern. „So ist es“, sagte Mama lächelnd. „Und der Regen, hör nur, der ist etwas ganz Wunderbares. Er gibt allen Pflanzen im Dschungel zu trinken. Morgen früh, wenn das Gewitter vorbei ist, wird alles frisch und grün sein und herrlich duften.“ Suri lauschte dem Regen, der nun sanft auf die Blätter prasselte.

„Und weißt du, was das Beste an einem Gewitter ist?“, fragte Mama. Suri schüttelte den Kopf. „Dass wir ganz eng zusammen kuscheln können, hier in unserem warmen, trockenen Nest, während es draußen regnet. Es gibt nichts Gemütlicheres als das.“ Sie zog Suri noch ein Stückchen näher und deckte es mit einem großen, weichen Blatt zu.

Suri merkte, dass Mama recht hatte. Hier, im warmen Nest, eng an Mama gekuschelt, war das Gewitter gar nicht mehr so schlimm. Der Donner grollte zwar noch, aber er klang jetzt eher wie ein fernes, müdes Brummen. Das gleichmäßige Prasseln des Regens auf den Blättern klang sogar irgendwie schön und beruhigend.

„Hörst du, wie der Regen trommelt?“, flüsterte Mama. „Tipp, tapp, tipp, tapp. Das ist sein Schlaflied.“ Suri lauschte dem sanften Trommeln. Tipp, tapp, tipp, tapp. Ganz langsam wurde sein Atem ruhiger, und seine Augenlider wurden schwer. Die Angst war fast ganz verschwunden, und an ihre Stelle trat ein wohliges, sicheres Gefühl.

Der Donner zog weiter und wurde immer leiser, und nur noch der sanfte Regen sang sein gleichmäßiges Lied. „Siehst du, mein Schatz“, flüsterte Mama, „alles ist gut.“ Suri nickte verschlafen, sicher und geborgen in Mamas warmen Armen. Und während draußen der Regen sanft den Dschungel wusch, schlief das kleine Äffchen Suri friedlich und ohne Angst ein. Schlaf gut, Suri. Gute Nacht.